Richardplemi
Richardplemi,
Richardplemi
Eingetragen am 30. August 2025
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Stirb,
Kindchen, stirb,
von Ed McBain
Eingetragen am 31. August 2025
Stirb Kindchen stirb (BR/WDR 1992)
Kriminalhörspiel aus dem 87. Polizeirevier (von Franz Maria Sonner) nach dem Roman Lullaby von Ed McBain
Sprecherin: Mit Detective Steve Carella dem gründlichen.
Carella: Nochmal von vorne, minute für minute, also du steigst die Feuerleiter runter, was siehst du, was hörst du, ich will alles wissen.
Sprecherin: Detective Bert Kling dem Knallharten.
Kling: Oh mann als Cop bist du hier nur das Arschloch.
Sprecherin: Detective Meyer Meyer dem gemütlichen.
Meyer: Ich hab hier ne Hundemarke, Detective Meyer wau wau.
Sprecherin: Der aber auch anders kann.
Meyer: Hör mal zu du Kinderschänder, du verschaffst mir den Aufenthaltsort von Martin Proctor oder ich laß dich hochgehen ist das klar.
Sprecherin: Und Detective Ollie Weeks dem Witzbold.
Weeks: Und denk an die vier großen w, nach dem wo und dem was jetzt das wer und vor allem das wie, hehehe.
Radio: Happy New Year leute, hebt das Glas, amüsiert euch und tanzt, unser junges Jahr ist genau 1 Stunde 15 min alt, jawohl 1 uhr 15 und ihr hört die After Midnight Show in Radio BX Isola und hier baby, hier ist eine ganz heiße Nachricht von einer aufregenden Frau, und sie geht an dich detective Steve Carella.
Carella: Seid doch mal still.
Radio: Ja wo immer du bist, was immer du tust, denk daran, deine Frau die dich liebt und ihr Name ist, du weißt es, denn es kann nur eine sein, deine Frau Teddy, prost Neujahr Steve und auch an euch Jungs vom 87 Polizeirevier hier in Isola, an die detective Bert Kling, Meyer Meyer und Ollie Weeks, die folgende Nummer ist nur für euch Jungs, only you.
Only you...
Proctor: Fuck, ja was haben wir denn da, die Möpse, 50, 20.
Shirley: Oh nimm die Hand da raus, du Ferkel.
Proctor: Holy shit.
Shirley: Tony, rat mal, was ich jetzt mache.
Proctor: Pfoten hoch, und weg von der Tür.
Shirley: Ah.
Proctor: Schnauze.
Tony: Um himmelswillen, Shirley was ist denn.
Proctor: Bleib stehn, verdammt noch mal, bleib stehn, ich leg sie um.
Frau: Halt deine gottverdammte Schnauze.
Tony: Komm laß doch, mach nicht so.
Proctor: Ab ins Bad mit euch.
Frau: Halt die Schnauze, du versoffenes Loch.
Radio: Ihr hört die after midnight show auf Radio Isola.
Ah ah.
Fucking bastards.
Scott: Lorraine wo steckst du, habt ihr lorraine gesehen, lorraine, lorraine bist du das.
Lorraine: Pst.
Scott: Ich dachte schon.
Lorraine: Ich hätte dich verlassen, bringst du mich dann auch um, Scott.
Scott: Ich.
Allan: Mr Hodding, alles in Ordnung da oben, Mr Hodding.
Hodding: Oh ja Allan, danke, Susan ist ok, ruhigen dienst und prost neujahr noch, ich geh wieder feiern.
Allan: Moment noch, Mr Hodding, ich hab noch einen guten.
Hodding: Einen was.
Allan: Spot, vielleicht können sie ihn gebrauchen, also sitzt einer mit ner flasche und aufgeknüpfter hose im sessel, hinter ihm aus dem schlafzimmer sieht man ne blaue Nonne, knöpft dir einmal die blaue Nonne vor, gut was können sie haben mr hodding
Hodding: Danke, lunar ist leider kein Kunde von uns.
Allan: Verdammich, Allan, das ist ein guter, hahaha, du Allan, ich brauch eiscube und dann knöpf ich mir Laura vor.
Hammond: Oh shit.
Baby: Ah.
Annie: Peter bist du das, Peter, wer sind sie, was wollen sie, ah ah ah.
Radio: 8 Uhr midnight, ich bin immer noch da, ihr seid auch noch da, hervorragend, radio px isola.
Mann: Du alte Schlampe, mach diese gottverdammte Tür auf oder ich trete sie ein.
Gayle: Wird das heute noch was mit der Tür.
Hodding: Moment Gayle, einen kleinen moment noch, ja, ich hab einen sitzen, aber schließlich ist das ja eine ganz besondere nacht, nicht wahr, Annie, wir sinds, Annie wir sind zurück, Annie.
Gayle: Polizei, polizei, polizei
Carella: Ich bin det. Steve Carella, erzählen sie ihre Geschichte nochmal, mr hodding
Meyer: Ok hast du sie, dann schreib, Anni Flinn, Babysitterin, 16 Jahre alt, aufgefunden in der Mitte des Korridors, Bluse zerfetzt, Rock bis zum Arsch hochgestreift, Messer in der Brust.
Sie ist tot.
Meyer: Erschossen ja.
Arschloch.
Carella: Mr Hodding.
Hodding: Ja moment, kann mich noch nicht konzentrieren.
Meyer: Messer in der Brust, tod amtlich festgestellt vom Gerichtsarzt Dr Turner.
Hodding: Darf ich mir eine anzünden.
Meyer: Jetzt das baby, hast du es.
Carella: Ja bitte Mr Hodding.
Meyer: Name Susan Hodding alter 6 Monate, Gesicht blau, wahrscheinlich erstickt, tot amtlich festgestellt von Gerichtsarzt Dr Turner, neben dem Bett wahrscheinlich von der Decke ein Mobile aus Metallstäben, äh Steve.
Carella: Moment ja, also Mr Hodding.
Hodding: Wir kamen.
Carella: Ja.
Hodding: Wie schon gesagt vor einer guten stunde, halb drei Uhr etwa von der Party zurück.
Carella: Wo.
Hodding: Ein paar Blocks weiter, Ecke 12. und grover.
Carella: Und die Wohnungstür.
Hodding: Abgeschlossen, ich brauchte ne Zeit reinzukommen weil ich ziemlich blau war, nicht wahr Gayle.
Carella: Und dann.
Hodding: Hab ich Annie auf dem Korridor liegen sehen mit dem Messer in der Brust.
Meyer: Steve.
Hodding: Und dann.
Carella: Ja.
Hodding: Susan, das Kissen lag auf ihrem Gesicht, ich habs weggenommen, das Gesicht war ganz blau.
Carella: Können sie bestätigen, was ihr Mann ausgesagt hat, Mrs Hodding, Mrs Hodding.
Meyer: Hey Steve was ist jetzt, lassen wir das Messer drin oder wie.
Ah ah.
Radio: Good morning Isola, guten morgen im neuen jahr, 5 uhr und 12 minuten.
Mann: Detective Kling, detective Kling, bitte kommen auf 3 bitte kommen.
Kling: Ich kündige.
Radio: Und er wünscht sich, was wir alle uns wünschen, a wonderful world.
Mann: Was ist los verdammt Bert was ist eigentlich los gib doch mal ein lebenzeichen.
Kling: Äh ja hier detective Kling, ich höre.
Mann: Hast du den Arsch endlich hochgekriegt du Penner schalt auf 3 da gehts weiter.
Kling: Ok detective Kling auf 3.
Mann: Also an der Kreuzung concorde und dow street, muß direkt vor deiner nase sein, sollen drei schwarze einen puertorico mit baseballschläger prügeln.
Kling: Na wer sagts denn.
Ah.
Kling: Polizei aufhören auseinander, schmeiß das ding weg.
Oh.
Kling: Hank schmeiß das ding weg.
Mann: Hey laß los, laß das.
Kling: Schmeiß weg sag ich und jetzt schön die Pfoten auf den Kopf, hol nen Krankenwagen.
Herrera: Gracias pornada.
Carella: Polizei aufmachen, Polizei.
Shirley: Jaja Mann was ist denn schon wieder los, das hatten wir doch schonmal, ihr nervt.
Carella: Detective Carella von 87 Revier, Mrs Unger, ich hab ne scheiß Nacht hinter mir, könnte gut sein, daß mir bei so einem Ton der Geduldfaden reißt.
Shirley: Hör mal zu Schätzchen, wir sind heute nach ausgenommen worden und ihr wißt alles von uns um eure gottverdammte Pflicht zu tun, unsere geklauten Sachen wieder beizuschaffen klar.
Carella: Ein Einbruch hier im 6. Stock, wer hat ihn aufgenommen.
Shirley: So ein Lockenköpfen, Willis oder so.
Carella: Willis, aha ok Mrs Unger, jetzt versteh wir uns, ich bin wegen des Doppelmordes bei Hoddings im vierten hier.
Shirley: Was.
Carella: Vielleicht besteht ein Zusammenhang, kann ich jetzt reinkommen.
Radio: Bleibt sauber.
Carella: Nein.
Meyer: Hier, Liebesgrüße vom Labor, Steve.
Carella: Und erzähl schon.
Meyer: Moment
Mann: Was hast du denn da für ne Puppe Ollie.
Weeks: Ne gelbe, ne gelbe nutte ohne bockschein.
Mann: Und wer sagt, daß sie eine ist.
Weeks: Ich sage das.
Meyer: Die Werkzeugspuren am Fenster im 4 und 6 Stock sind nicht identisch.
Carella: Was sagt uns das.
Meyer: Nichts, kann aber trotzdem dieselbe Person gewesen sein.
Carella: Jaja.
Weeks: Also unterstellen wir mal Mädchen, du möchtest weiterhin diese Bar in unserem Revier frequentieren, ja dann soltest du den Detektiven dieser schönen Stadt gegenüber ein gewisses Entgegenkommen zeigen, und mach ich mich verständlich Schätzchen.
Carella: Komm weiter.
Meyer: Sie haben Annie Flinn abgesaugt und Schamhaare einer anderen Person gefunden.
Carella: Und Sperma.
Meyer: Auch das, warte mal.
Mann: Hey Bert, hat dich der Doc wieder auf freien Fuß gesetzt.
Kling: Schon rasiert heute, Tag Ollie.
Weeks: Spuck doch mal durch die Zahnlücke, Bert, Treffer.
Kling: Na Stevie, Meyer.
Meyer: Hi Bert, täusch ich mich oder ist bei dir im Mund bißchen luftiger geworden.
Kling: Paß auf, ich könnt immer noch in deinen feisten Arsch beißen du.
Carella: Was machst du für ne scheiße.
Kling: Was heißt hier scheiße.
Carella: Bert hör zu, hast du ne Aussage von dem Puertoricaner.
Kling: Ja natürlich nicht, der Spiekman, liegt doch im Krankenhaus, hängt an Schläuchen, da ist er auch gut aufgehoben, Stevie, die Sache ist doch klar oder.
Weeks: Vorsicht, Carella ist ein Itaker.
Carella: Bert, du hast zwei schwarze über den haufen geschossen und ich rate dir eine Aussage beizubringen, die deine bestätigt ok.
Kling: Ok ok ok kannst du haben, als cop ist man hier wirklich nur das arschloch.
Carella: Also was weiter.
Meyer: Sie haben frisches Sperma in ihrer Scheide gefunden, aber es hatte sich schon im Uterus und Eileiter ausgebreitet.
Carella: Das heißt.
Meyer: Daß Annie einen Orgasmus hatte, sonst würde die Ausbreitung bis zu 6 Stunden dauern.
Carella: Ja und, die Bluse war zerrissen und der Rock hochgestreift, das paßt auf ihren Exfreund Scott Handler.
Meyer: Das glaub ich nicht, Annie ist ich meine war 16, Scott Handler ist 18, sie gibt ihm den Laufpass ok aber die drohung sie umzubringen, das war doch nur heiße luft.
Carella: Annies vater steht zu der Aussage.
Meyer: Na und, ein teenie im liebesschmerz.
Carella: Wir sollten Scott Handler trotzdem sehen ja, und sonst irgendwelche verwertbare Fingerabdrücke.
Mayer: Nur die von Annie auf dem Messer, das Messer gehört zum Haushalt der Hoddings, eine Gelegenheitswaffe.
Carella: Gut gut gut gut.
Weeks: Gottverdammtescheiße, warum sagt du nicht gleich, daß du von Henry zu kommst los los verpiß dich, raus hier.
Meyer: Guck mal Treffer, zum schluß noch ein Treffer, das Labor hat die Finger-abdrücke auf dem Fensterbrett der Ungers im 6. Stock identifiziert.
Carella: Und wer ist es.
Meyer: Martin Proctor alias Snake alias Mr Smith, ein Junkie und Dopedealer.
Carella: Oh je kann es denn nicht mal ein einbeiniger Albino mit Versetzstimme oder sowas sein.
Meyer: Laß mal Steve, ich hab da ne Idee, Fats Donner ist uns noch was schuldig.
Donner: Snake, Mr Sniff, Dr Proctor, logo kenn ich, werf mir mal das Handtuch für meine Füße rüber, Meyer.
Meyer: Hier.
Donner: Danke.
Meyer: Und wo find ich ihn.
Donner: Du mußt mir nur sagen, welchen der 800 snakes du meinst, da fällt mir ein, im moment nennen ihn sie seine Freunde Rambo und er lebt unter dem Namen Smith in irgendeinem Hotel.
Meyer: Hör mal zu, du kinderschänder, du verschaffst mir den Aufenthaltsort von Martin Proctor oder ich laß dich hochgehen, klar.
Brenda: Hi, ich bin Brenda, was kann ich dir bringen.
Kling: Nett, nett, Brenda, also ich brauche eine große Diätcola mit Eis, ein Thunfisch-sandwich mit Majo, Gurke und Tomate ja und 2 Jellydonatus.
Herrera: Buenas noches, sie gestatten Senior Kling.
Kling: Ja du sitzt ja schon.
Herrera: Eh kaffee.
Brenda: ok
Kling: Sagt mal was soll eigentlich dieses Versteckspiel hier, Herrera, warum kommst du nicht zu mir aufs Revier.
Herrera: Hör zu Kling, ich hab beschlossen, ich helf dir.
Meyer: Komm stecks dir in den Arsch, vor 2 Tagen hätt ichs gebraucht, jetzt ist die Sache gelaufen.
Brenda: So laß es dir schmecken, ich hab dir 3 Donatus mitgebracht, wir haben gerade die Aktion 3für2 laufen.
Kling: Super super.
Herrera: Hey die Sache fängt es an, ich kann dir ein dickes Ding zuschieben.
Kling: Also mir genügt das dicke Ding hier zwischen den Zähnen.
Herrera: Paß auf, die Nigger, die mich plattmachen wollten, das waren Jakies, eine jamaikanische gang, die größte mann, Drogen Mädchen Waffen, kennst du Spengler.
Kling: Na klar.
Herrera: Größer, kennst du Schauer.
Kling: Hm.
Herrera: Noch größer.
Kling: O und wie nennen sich deine schwarzen wunderboys.
Herrera: Hey langsam.
Kling: Hör zu, Herrera, ich stopf jetzt noch diese Donuts rein und dann bin ich weg, ist das klar.
Herrera: Langsam mann langsam, paß auf, am 23 Januar kommt hier ein Schiff an unter irgendeiner Flagge von Skandinavien mit 100 kilo koks an bord, paar kilo von dem dope das tun die weg für test von qualität und wenn das gut geht, ja die jakies geben 1 Mio Dollar.
Kling: So und kannst du jetzt deine ganze story vielleicht noch als reaggie singen, das kommt irgendwie besser, sag mal Herrera was wilst du eigentlich vor mir.
Herrera: o gott, sag mal begreifst du das nicht, Kling, die jackis wollten mich umlegen weil ich von der sache weiß, paß auf, ich geb dir ne chance, ja, ich biet dir die riesen sache, 100 kilo dafür krieg ich Personenschutz.
Kling: Ok kriegst du, bis nächste Woche teilst du mir mit, wo und wie die Sache über die Bühne geht, ja und dann verhandeln wir vielleicht neu über deinen Beschützer, bis dahin Hals- und Beinbruch Herrera, sie waren absolute superklasse baby.
Herrera: Scheiß bulle.
Carella: Ja bitte, ich brauch noch nen Kaffee, also drei Schienen, verstehen sie, die erste, Einbruch Vergewaltigung oder beides, die Morde sind da nur der Nebeneffekt, die zweite, jemand wollte Annie aus dem weg haben, dann ist der Mord an Susan nur eine folge davon, der Einbruch läuft separat, jetzt die dritte schiene, der Mörder wollte das Baby töten.
Hodding: Ein 6 monate altes Kind, warum denn.
Carella: Will ich ja von ihnen wissen, war mit Susan irgendwas Besonderes.
Hodding: Nein, das, ach was, Unsinn.
Carella: Was.
Hodding: Wir haben Susan adoptiert.
Carella: Und das sagen sie mir erst jetzt, wer sind die leiblichen Eltern.
Hodding: Weiß ich nicht, darf ich gar nicht wissen, ist bedingung bei cooper andersen, der Agentur mit der wir das abgeschlossen haben.
Meyer: Ahoi schwester, arbeitet Lorraine Greer hier an bord.
Lorraine: Sieht nicht so aus als wären sie mit ihr verabredet.
Meyer: Ich hab hier ne Hundemarke, detective Meyer wau wau.
Lorraine: Und wen wollen sie anpinkeln.
Meyer: Lorraine, ich suche Scott Handler.
Lorraine: Kenn ich nicht.
Meyer: Mach keine Dummheiten, Lorraine, Falschaussagen kommen teuer, er ist 10 Jahre jünger als du, ok wen kümmerts, aber die Morde.
Lorraine: Annie und das Baby, Scott hat damit nichts zu tun.
Meyer: Wenn er ein Alibi hätte.
Lorraine: Für wann.
Meyer: Anders rum, wo war er in der Silvesternacht.
Lorraine: Ok raus damit, was er vor Mitternacht gemacht hat, weiß ich nicht, und dann waren wir zusammen, von halb eins bis mindestens 4 Uhr.
Meyer: In Ordnung das genügt, sag Scott, er ist aus dem Schneider.
Nellie: Steve, ah da bist du ja, ok Steve wir sind hier komplett, Bezirksstaatsanwalt Bobby Mcananam, sein Assistent Ralf Riegelburger und ich, ich stell dich auf Konferrenz, schieß los Steve.
Carella: Danke Nelly, hi Bobby hi Ralf.
Ralf: Hi Steve, denk an die Baseballkarten.
Bobby: Hi.
Carella: Das mit den Karten geht klar Ralf, ok es geht um den Fall Susan Hodding und Annie Flinn.
Bobby: Irgendwelche Fortschritte.
Carella: Wir reißen uns den Arsch auf Bobby, mehr ist im moment nicht drin ok.
Bobby: Bullshit.
Carella: Ich versteh Bobby so schlecht.
Nellie: Bobby will daß du uns sagst worum es geht, Steve.
Carella: Also, Susan Hodding ist adoptiert worden über die cooper anderson agentur, wenn Susan vorsätzlich ermordet worden ist, dann hat das vielleicht was mit ihren leiblichen Eltern zu tun, ich brauche eine gerichtliche Verfügung um an die Namen zu kommen.
Bobby: Er soll sich verpissen.
Carella: Noch mal Bobby.
Nellie: Bobby meint daß eine solche Verfügung nur ausgeprochen werden kann, wenn gefahr im verzug ist.
Carella: Das ist es doch was ich meine, daß für die leiblichen Eltern gefahr an leib und leben bestehen könnte.
Mann: Ich hab FatsDonner am Telefon mit ner heißen Information sagt er nur an dich
Carella: um das rauszukriegen brauch ich die namen klar momentmal hauab mit dem scheiß, ich hab die ganze staatsanwaltschaft am anderen ende, ich bin wieder da.
Nellie: Reg dich ab, Steve, Bobby sagt, er hat es nicht so gemeint, du bekommst deine Verfügung, nächste Woche.
Carella: Ich brauch sie jetzt.
Nellie: Bobby sagt es ist ok du bekommst sie nächste Woche, machs gut Steve.
Carella: Fickt euch ins knie.
Mann: Ich stell fats donner durch.
Carella: Wichser.
Donner: Bist du noch dicht, Carella oder was ist los, wenn du was von mir wissen willst andern ton ja.
Carella: Du bist in der falschen Vorstellung, tschuldige, was gibts.
Donner: 1146 park street, apartment 34, alles klar.
Meyer: Aufmachen Proctor, polizei.
Proctor: Oh scheiße.
Meyer: Polizei.
Proctor: Die gottverdammten Bullen, wo ist mein wumme.
Meyer: Tritt sie ein Bert.
Proctor: Ich komm sofort, ich noch unter der Dusche, ich bin nackt.
Kling: Das halten wir schon aus, wir haben nämlich starke Nerven, wir haben bloß keine Geduld, ist das klar mann.
Proctor: Ich komm doch gleich, sofort jungs.
Carella: Hey wohin snake, handtuch vergessen, runter von der leiter und rein mit dir.
Kling: Hände hinter den kopf, und da rüber an die wand.
Proctor: Ihr meint es ernst was.
Carella: Bitterernst, snake.
Proctor: Nen mord laß ich mir nicht anhängen von euch.
Kling: Steve gib mir ne viertel stunde du und er wird singen wie ein chorknabe.
Proctor: Ich hab doch alles gesagt, ich hab doch alles gesagt.
Carella: Noch mal von vorn.
Proctor: Oh mann.
Carella: Minute für minute, also du steigst aus dem Fenster, die Feuerleiter runter.
Proctor: Ja die Feuerleiter runter.
Carella: Was siehst du, was hörst du.
Proctor: Ich steig runter, überall wird gefeiert, ich hör Musik, ach ja im vierten wird gerammelt.
Weeks: Nur zu, nur zu, und denk an die großen 4 w, nach dem wo und dem was jetzt das wer und vor allem das wie.
Carella: Hirnschiß oder was Ollie, hau ab wir sind mitten drin.
Weeks: Der Stik wärs nur gewesen, am Telefon für Bert, aber bitte.
Kling: Herrera, das ist mein Mann, den nehm ich mir selbst, wo ist er.
Weeks: Kanal 5.
Carella: Schau mich an Snake.
Proctor: Bitte tun sie mir nichts chef bitte.
Carella: Ach was, wer wir denn, bist ein guter Junge wenn deine Geschichte stimmt, und das kriegen wir raus, verlaß dich drauf.
Proctor: Ich hab ein Alibi, Chef, fragen sie Games, er hat mir hinterher im Eagel noch ein Röhrchen crack verkauft, fragen sie ihn.
Herrera: Ja hallo Kling, hören sie, Küßchen von Consuelo, meinen Freund Kling, geht uns hervorragend, dank ihrem Gorilla, also zur Sache Kling, ich hab da noch zu tun, ok sie kennen die leere Baracke bei el camino real, dort wird der deal über die Bühne gehen, freitag abend 8 Uhr, laß doch mal komm, der Stoff kommt aus Kolumbien und wird in Florida auf ein Schnellboot umgeladen, die Jackies und die Columbianer haben vereinbart, daß zwei von jeder Seite die Sache durchziehen.
Mit den müssen sie doch klarkommen, mensch Kling.
Kling: Oh da freu ich mich aber schon drauf, hast du alles mitgekriegt Ollie.
Weeks: Bin ich taub.
Mann: Hat jemand Steve gesehen, Post von Bobby.
Kling: Bei der Vernehmungszelle, also wie ist denn deine geschätzte Meinung Ollie.
Weeks: Der Hurenbock lügt, kein wort wahr, wenn überhaupt, dann machen so einen großen deal keine jackies, 100 kg, Bert 100 kilo, jackies handeln mit nem pfund, so nen deal macht hier nur einer, und das ist henry zu.
Bidubidu.
Weeks: Ach halt die Schnauze hinten, ich sag dir nur eins, der spick ja, der will selber so ein ding drehen oder er versucht irgendwo aufzuspringen oder arbeitet für ne ganz andere gang oder.
Kling: Quack quack quack du bist vielleicht ein klugscheißer Ollie mit Maul so groß wie Ochsenfrosch.
Carella: Ärger oder was, egal prügeln könnt ihr euch hinterher, ich brauch dich Bert, du fährst zu cooper anderson und besorgst mir den namen von susans leiblichen Eltern, hier ein sesam öffne dich.
Meyer: Unangenehm für sie Hodding, ich habe mich eingehend mit All, dem Portier unterhalten, sie waren in der Wohnung.
Hodding: Ich ja.
Meyer: Soll ich raten was sie da getrieben haben, es war nicht zu überhören, der Laborbefund sagt, daß in Annies Scheide Sperma war, ihr Sperma Hodding.
Hodding: Detective Mayer sie müssen verstehen.
Meyer: Ich versteh nur Verführung Minderjähiger, das Mädchen war gerade mal 16 Jahre alt.
Hodding: Sie wollte es genauso wie ich, es war nicht das erstemal.
Meyer: Du gottverdammter Drecksack du.
Hodding: Ich hab Annie geliebt, ich hab sie wirklich geliebt.
Meyer: Ich nehm dich mit aufs Revier und dreh durch die Mangel.
Hodding: Warum solllte ich denn meine Tochter umbringen, sie Idiot, warum denn, warum sollte ich Annie umbringen, nennen sie mir einen, nur einen einzigen Grund.
Frau: Eins zwei drei vier, jawohl weiter, mehr Schwung, wunderbar, nein Schluß Schluß aus Pause, so geht das doch nicht, Herzchen du bist einfach zu pummelig, Luisa soll dir ein neues Kleid verschaffen.
Carella: Detective Carella, guten Tag Mam, oh, äh hallo ich äh Mrs Monroe ich äh.
Frau: Brauchen sie einen souffleur oder was ist.
Carella: Wo finde ich Joyce Chapman.
Frau: Nicht da, junger Mann, verreist, ja, fragen sie doch Angela Quist dahinten, ist ne Freundin von ihr, Angela komm doch mal her, jemand von der polizei möchte dich sprechen, tschuldigen sie mich, ja komm schon herzchen.
Quist: Ich bin Angela Quist, worum geht es.
Carella: Um das Baby, das Joyce Chapman zur Adoption freigegeben hat, können wir uns irgendwo in Ruhe unterhalten.
Carella: Warum.
Quist: Sie wollte nie ein Baby, sie ist begabt, hat ne Karriere vor sich, Abtreibung kam für sie nicht in frage, darum.
Carella: Und der Vater.
Quist: Weiß nicht, daß er es ist, sie hat ihn unten in Langs Disko kennengelernt, ein Seemann, Joyce war besoffen, hat ihn mit nach Hause geschleppt, das war auch schon, am nächsten Tag war er weg, auf See, hat ein Kind aber kein Nachnamen hinterlassen.
Carella: Ist das in Schauspielerkreisen so üblich.
Quist: Was geht denn sie das an, sie war blau, punkt.
Carella: Wer wußte von dem Kind.
Quist: Wußte.
Carella: Tja sie ist tot, ermordet, der Baby Susan Fall wie die Zeitungen sagen also.
Quist: Ja wer noch, Melissa, Joyce Schwester und ihr Mann Dick, sie haben sich rührend um Joyce gekümmert, als sie schwanger war und haben ihr die Agentur verschafft.
Carella: Und wer sonst.
Quist: Ich glaub sie wollte niemand einweihen nicht mal ihren vater.
Carella: Gut, und wo ist Joyce.
Quist: In Seattle, ihr vater liegt im sterben, leberkrebs.
Carella: Telefon.
Quist: Weiß ich nicht, aber die Nummer müßte leicht rauszukriegen sein, die Chapmans haben dort ein großes Sägewerk.
Hammond: Joyce, joyce.
Joyce: Ah.
Hammond: Pst ganz ruhig, Joyce, ganz ruhig, jetzt tut es dir leid, daß du dein Baby weggegeben hast, nicht wahr Joyce, sieh mal an, 1 mio dollar hätte Susan geerbt, aber Susan ist tot, Joyce, ich habe sie umgebracht und jetzt werde ich dich umbringen Joyce.
Ah ah.
Mann: Hey Bert.
Carella: Ja Vermittlung, Seattle, ja Joyce Chapman, nein nicht wie Charlie, sondern wie Jonny, Chapman ja ich warte.
Weeks: Herrera ist weg.
Kling: Was sagst du.
Weeks: Sammy hats gerade durchgegeben.
Kling: Du ich hau dir die fresse blau wenn du scheiße erzählst.
Weeks: Hör zu Bert, wenn so ein erfahrener cop.
Kling: Ach du Arschgeige du, den kauf ich mir.
Carella: Endlich, ja genau, Detective Carella, Mrs Chapman bitte, wie, was sagen sie, Augenblick mal, Meyer schnell.
Meyer: Ja ich komme.
Carella: Einen moment Mr Hammond, ich stell um, noch mal bitte.
Hammond: Meine Schwägerin Joyce Chapman wurde heute ermordet aufgefunden.
Meyer: Hier spricht Detective Meyer, Mr.
Hammond: Hammond, ich bin mit Joyce Schwester Melissa verheiratet.
Meyer: Ok danke, Mr Hammond, wir sind die zuständigen Beamten, die im Baby Susan Fall, dem ermordeten Kind von Mrs Chapman, ermitteln.
Hammond: Was sagen sie da, Kind von Joyce, sie irren sich, Joyce hatte kein Kind.
Herrera: 5 kg.
50000, ok.
Herrera: Bueno.
Carella: Schaff ihn raus Meyer, ich will mit ihr allein sprechen.
Meyer, komm.
Hammond: Melissa, du verweigerst die Aussage.
Carella: Ach Mr Hammond, das fbi bestätigt, daß die fingerabdrücke auf dem messer identisch sind mit den von Richard Hammond in den Unterlagen der army, danke das wars Meyer.
Hammond: Melissa, melissa, das ist ein schmutziger trick, melissa.
Carella: Ihr Mann lügt Melissa, sie wußten von dem Baby und wir haben seine Fingerabdrücke, Melissa, wissen sie, was das bedeutet, warum hat er, Annie, warum Melissa.
Melissa: Das Mobile, er ist gegen das mobile gestoßen, sie hat es gehört und kam ins Zimmer, sonst würde sie noch leben, es ging ja um das Baby.
Carella: Warum.
Melissa: Vaters testament wir wußten daß erstgeborene kind sollte 1mio dollar erben.
Carella: Ahja.
Melissa: Und als Joyce davon erfahren hat.
Carella: Dachten sie, sie würde ihrem Vater endlich doch von Susan erzählen und deshalb mußte sie sterben.
Melissa: Sie hätte Dick hingehängt.
Carella: Jetzt tun wirs.
Chinese: Alles glatt gegangen.
Hä.
Chinese: Soll sagen, viele glüße von henry schuh.
Ah.
Kling: Halt stehenbleiben polizei, ah ich krieg euch noch ihr gottverdammten chanes auch dich Harry zu, Harrera, hey Joe.
Herrera: Sie geben dir keine reele Chance in diesem verfluchten Land, Kling, auch dir nicht, du kriegst sie nie, du Würstchen.
Och.
And when I got to America, I say it blew my mind...
Peter Voss Steve Carella
Jochen Striebeck Meyer Meyer
Michael Mendl Bert Kling
Ralf Wolter Ollie Weeks
Jim Sampson Discjockey
Saskia Vester Shirley Unger
Rufus Beck Martin Proctor
Hubert Mulzer Peter Hodding
Katharina Müller-Elmau Lorraine Greer
Jockel Tschiersch José Herrera
Mogens von Gadow Fats Donner
Ilse Neubauer Nellie
Esther Hausmann Angela Quist
Peter Kremer Richard Allen Hammond
Bettina von Websky Melissa Hammond
Barbara Zahn Gayle Hodding
Robert Flörke Tony Unger
Martina Boette-Sonner Joyce Chapman
Marc Schulze Scott Handler
Bruno W. Pantel Al / Bobby
Julika Blum Annie
Detlef Kügow Arzt
Matthias Klaussner Jamaikaner/Komparse
Fred Maire Ralph
Marina Dietz Chinesin
Hubert Mulzer Chinese
Martina Boette-Sonner 1. u. 3. Frauenstimme
Ursula van der Wielen 2. Frauenstimme
Veronika von Quast 4. Frauenstimme
Christoph Lindert 1. Männerstimme
Detlef Kügow 2. Männerstimme
Julian Richter 3. Männerstimme/Komparse
Bernd Dechamps 1. Polizist
Ilse Neubauer Sprecherin der An- und Absage
Olaf Danner Komparse
Stefan Wilkening Komparse
Ich,
der Richter,
von Mickey Spillane
Eingetragen am 31. August 2025
Ich, der Richter (WDR 1999)
Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Mickey Spillane
Velda: New York im Jahre 1950, schöne Frauen, harte Kerle und große Kaliber, das ist die Welt des berühmt-berüchtigten Privatdetektivs Mike Hammer, der gnadenlos wie ein schwarzer Ritter durch den Dschungel der Großstadt streift.
Mike: Niemand sagte etwas, als ich das Zimmer betrat, sie wichen beiseite und ich spürte, wie ihre Blicke auf mir lagen, Chief Detective Pat Chambers deutete auf die Schlafzimmertür.
Pat: Dort drin Mike.
Mike: Dort drin, dort drin lag mein bester Freund tot auf dem Boden, der beste Freund, den ich jemals hatte.
Mike: Hast du den Stuhl verschoben Pat.
Pat: Nein warum.
Mike: Normalerweise steht der Stuhl neben dem Bett.
Mike: Auf dem Stuhl lag seine 38er Pistole, es war klar, wie es sich abgespielt haben mußte.
Mike: Der Mörder hat den Stuhl mit der Pistole drauf immer ein Stück weitergezogen und dabei zugesehen wie Jack in Todesqualen hinterher gekrochen ist, bis er schließlich zusammenbrach.
Mike: Gestern war er noch Jack Williams gewesen, der Mann der im Krieg seinen Arm für mich geopfert hatte und heute klaffte ein faustgroßes Loch in seinem Bauch.
Mike: Er hat sein Opfer beobachtet er hat vielleicht sogar gelacht dabei, das war kein gewöhnlicher Mord, Pat, das war absolut kaltblütig und vorsätzlich, den Kerl krieg ich.
Pat: Du bist mit von der Partie.
Mike: Darauf kannst du Gift nehmen.
Mike: An Pats Gesichtsausdruck konnte ich ablesen, daß er nicht versuchen würde, mich von meinem Vorhaben abzubringen, er würde lediglich versuchen, mir zuvor zukommen.
Mike: Ich werde das Schwein kriegen, das Jack umgebracht hat, aber es wird nicht auf den elektr. Stuhl kommen, und es wird auch nicht hängen, es wird auch nicht in einem langwierigen Gerichtsverfahren wegen mangelnder Beweise freigesprochen werden, das Schwein wird genauso sterben wie Jack mit einer 45er Kugel im Gedärm, der Einschuß ein paar cm unter dem Bauchnabel, das ist mein Wort, und mein Wort gilt solange ich lebe.
Pat: Jack hat gestern eine Party gegeben, war aber nichts größeres.
Mike: Ich weiß, er hatte angerufen, aber ich war zu geschafft.
Pat: Mirna hat uns die Namen der Partygäste gegeben, hier ist die Aufstellung, sie haben ein paar Gläser getrunken, und ein wenig getanzt und sind dann gegen 1 gemeinsam gegangen.
Mike: Und Mirna hat ihn heute morgen gefunden.
Pat: Ja sie waren verabredet weil sie sich zusammen eine Wohnung anschauen wollten.
Mike: Hat jemand einen Schuß gehört.
Pat: Nein, der Mörder benutzte wahrscheinlich einen Schalldämpfer, aber der Gerichtsmediziner sagte es muß so gegen 3 Uhr passiert sein, siehst du ein Motiv.
Mike: Noch nicht, aber ich werde es finden, es muß etwas Großes dahinterstecken, darauf möchte ich wetten.
Pat: Ok Mike, ich will dich bei den Ermittlungen dabeihaben, du kannst mir von nutzen sein und ich dir, aber im entscheidenden Moment werde ich dir einen Schritt voraussein, die polizei ist nicht so dumm wie du denkst.
Mike: Keine Sorge ich unterschätze euch nicht, aber die Bullen können einem Typen nicht den Arm brechen damit er was ausspuckt, also versuch es Pat.
Velda: Ach du bist es.
Mike: Was heißt hier ach du bist es, du wirst dich doch wohl noch an mich erinnern, ich bin Mike Hammer, dein Chef.
Velda: Tss, du bist so lang nicht mehr hiergewesen daß ich dich kaum noch von irgendwelchen Schuldeneintreibern unterscheiden kann.
Mike: Ich folgte ihr in mein allerheiligstes, bildschöne Beine hatte sie, und trug ihr Kleid so eng, daß ich dabei an die Kurven des Pennsylvania Highway denken mußte.
Velda: Hier sind alle Infos, die ich über die Partygäste von gestern abend bekommen konnte.
Mike: Häh, wie bitte.
Mike: Als Sekretärin war sie eigentlich eine viel zu große Ablenkung.
Mike: Kannst du jetzt hellsehen, wie hast du von Jacks Tod erfahren.
Velda: Du vergißt daß ich einen ganz guten Draht zu einigen Reportern vom Chronikel habe, John Dugan zB.
Mike: In den 3 Jahren, die sie für mich arbeitete, habe ich nie versucht, mich an sie ranzumachen.
Velda: Er wußte daß Jack ein enger Freund von dir war und ist eigentlich hier vorbei gekommen um von mir etwas zu erfahren aber zum Schluß war er es, der die ganzen Informationen ausgepackt hat.
Mike: Nicht daß ich kein Interesse an ihr gehabt hätte, aber es war mir einfach zu riskant, sie drückte mir ein paar Papiere in die Hand.
Velda: Hier haben wir zunächst George Kalecki.
Mike: Ich kannte ihn, er betrieb eine gutgehende Restaurantkette, war ein Mann der Gesellschaft, spendete für wohltätige Zwecke usw, aber George Kalecki war nicht der noble gentleman, für den ihn alle hielten, er hatte seine Finger in allen möglichen dunklen Geschäften drin, nur konnte ihm niemand etwas nachweisen.
Velda: Die Nr 2, Mirna.
Mike: Jacks Freundin, sie war süchtig gewesen, und Jack hatte sie buchstäblich im letzten Augenblick von der Brüstung der Brooklynbrücke gezogen gerade als sie sich in die Tiefe stürzen wollte, so hatten sich die beiden damals kennengelernt, danach hatte Jack dafür gesorgt daß Mirna in Behandlung kam, ein halbes Jahr später wurde sie als geheilt entlassen.
Velda: Dann haben wir hier noch die Bellemyzwillinge, 29 auf der Suche nach Ehemännern.
Mike: Natürlich, die Bellemyzwillinge, ich hatte sie mal bei Jack getroffen, sehen ganz passabel aus und verprassen ansonsten das Vermögen das ihnen ihr Vater hinterlassen hat.
Velda: Ach und hier ist noch jemand, der dir gefallen wird, mein lieber.
Mike: Sie legte mir das Foto von einer tollen Blondine im Badeanzug vor, mir blieb fast die Spucke weg, als ich es sah, lange feste Beine, breite Schultern und dazwischen zwei Brüste, die sich gegen jede Beengung durch ein Kleidungsstück zu wehren schienen, mir fielen fast die Augen raus.
Mike: Wer, ist das.
Velda: Hm, vielleicht sollte ich es dir lieber nicht sagen, dein lüsterner Blick könnte dich da noch in echte Schwierigkeiten bringen, ihr Name ist Charlotte Manning, sie ist Psychiaterin und hat an der Parkavenue eine gutgehende Praxis, hier ist die Adresse
Mike: Offenbar lag hier der angenehme Teil des Geschäfts vor mir, Velda band ich das nicht auf die Nase, vielleicht bin ich ja nur eingebildet, aber ich hatte eigentlich immer den Eindruck daß sie ein Auge auf mich geworfen hat.
Velda: Wolltest du noch was ergänzen, Mike.
Mike: Charlotte Manning erhob sich von ihrem Stuhl hinter dem Schreibtisch.
Manning: Hallo Mr Hammer.
Mike: Sie sah in Natur noch schöner aus.
Mike: Hallo Mrs Manning.
Mike: Sie war einfach Spitzenklasse, langes blondes Haar, wunderschöne haselnussbraune Augen, von dem was sich unter ihrem dunklen enganliegenden Kleid verbarg, gar nicht zu reden.
Manning: Ich nehm an, es geht um den Tod von Mr. Williams.
Mike: Ja, wir waren enge Freunde, ich bin Privatdetektiv und würde ihnen gern einige Fragen stellen.
Manning: Nur zu.
Mike: Wann haben sie an dem abend die Party verlassen.
Manning: So gegen 1 Uhr, wir sind alle zusammen aufgebrochen.
Mike: Wo sind sie von dortaus hingegangen.
Manning: Ich bin mit Ester und Marry Bellemy noch in die Chickenbar, wo wir ein Sandwich gegessen haben, dann hab ich die beiden an ihrem Hotel abgesetzt und bin schnurstracks nach Hause gefahren, es muß so kurz nach 2 gewesen sein, als ich zuhause ankam.
Mike: Kann das jemand bezeugen.
Manning: Jawohl, mein Dienstmädchen, sie hat mich sogar zugedeckt, sonst noch was.
Mike: Ja, äh, wie haben sie Jack Williams eigentlich kennengelernt.
Manning: Über Mirna, sie wissen das Mirna drogenabhängig war, Jack hatte mich seinerzeit als Mirna zur Behandlung in der Klinik war, zu rate gezogen, nachdem sie entlassen wurde, hab ich sie noch eine zeit lang nachbetreut, daraus ist dann ein persönlicher Kontakt geworden.
Mike: Ja, das wars dann wohl für erste.
Manning: Einem Mann bedeutet ein Freund viel mehr als einer Frau.
Mike: Charlotte stand auf, und kam auf mich zu, der Anblick ihrer Beine nahm mir fast den Atem.
Mike: Dieser Freund hat im Krieg seinen Arm geopfert, um mir das Leben zu retten.
Manning: Ich hoffe, sie erwischen den Mörder, das hoffe ich aufrichtig.
Mike: Ja das werde ich.
Mike: Wir standen uns gegenüber und sahen uns an, ich wünschte, daß das leuchten in ihren Augen wirklich so verheißungsvoll war, wie ich mir einbildete.
Mike: Ich muß jetzt gehen, bis bald.
Manning: Sehr bald, hoffe ich.
Hubabuba.
Mike: Zwanzig Minuten später drückte ich die Klingel an einem Haus, das bestimmt so seine viertel Million Dollar gekostet hatte, ein korrekt gekleideter Butler öffnete die Tür, und führte mich in eine riesige Bibliothek, ich ließ mich in einen Armsessel fallen und wartete auf George Kalecki, es dauerte nicht lange bis er auftauchte.
Kalecki: Was wollen sie hier, ich habe der Polizei gegenüber alle meine Aussagen gemacht.
Mike: Die Platte brauchst du für mich nicht abzuspielen, Freundchen.
Kalecki: Wie reden sie mit mir, verlassen sie sofort mein Haus.
Mike: Ich sprang aus dem Sessel und packte ihn am Kragen.
Mike: Jetzt hör mal zu, du Drecksack, ich schere mich nicht um die Bullen, daß das klar ist ich suche denjenigen der Jack Williams umgebracht hat und wenn dabei noch ein paar miese Gesellen wie du mit hopps gehen soll mir das nur recht sein, hörst du.
Mike: In diesem Moment sah ich im Spiegel, wie mir gerade jemand von hinten mit einer Keramikvase den Schädel einschlagen wollte, ich duckte mich weg, dann schnellte ich herum und verpaßte dem Angreifer einen gezielten Schlag unter die Kinnspitze, der Mann ging zu Boden und blieb dort reglos liegen.
Mike: Sieh an, dein Gorilla vermute ich, ist ja ein ganz schlauer, will mir von hinten eins überziehen, wo ich gerade vor einem Spiegel stehe, irgendwie hast du den nicht richtig im Training, George.
Kalecki: Einen Moment mal, Mr Hammer, jetzt langt es, ich habe einflußreiche Freunde bei der Stadtverwaltung.
Mike: Das mag ja sein, du solltest dir nur vorher überlegen, wie dein Gesicht nachher aussieht.
Mike: Zur Bekräftigung rammte ich ihm eine Faust in die Magengegend, er rang nach Luft und fiel nach hinten in einen Sessel.
Mike: Ich denke, dann könnten wir mit der Befragung beginnen, also wann hast du die Party verlassen.
Kalecki: So gegen ein Uhr, ich hab Mirna noch nach hause gebracht und bin dann auf direktem weg nach hause gefahren.
Mike: Hast du ein Alibi.
Kalecki: Das Alibi liegt bewußtlos neben ihnen auf dem Boden.
Mike: Er hat dich sogar zugedeckt, ich weiß, wenn du glaubst, du bist damit aus dem Schneider, hast du dich ganz schön geschnitten, du hättest immer noch genügend Zeit gehabt nochmal in die Stadt zurückzufahren um Jack umzulegen, woher kanntest du Jack eigentlich.
Kalecki: Mrs Manning hat ihn mir empfohlen, hat für mich einige ermittlungen erledigt.
Mike: Der Gedanke, daß Charlotte und Kalecki etwas miteinander hatten, machte mich wahnsinnig.
Mike: Mrs Manning, die dürfte ja wohl eine Nummer zu groß für dich sein.
Kalecki: Ich hatte Mrs Manning wegen meiner Schlafstörungen in ihrer Praxis aufgesucht.
Mike: Wegen Schlafstörungen soso und hat sie dir helfen können.
Kalecki: Das kann man sagen, ich fühle mich wie ein neuer Mensch.
Mike: Ich hatte große Lust ihm noch eine zu verpassen, ließ es aber.
Bellemy: Kommen sie doch herein, Mr Hammer.
Mike: Sie sah gut aus, braungebrannt, sportlich.
Mike: Sie kennen mich.
Bellemy: Ich habe sie erwartet, ihr Kollege von der Polizei wie heißt er doch, Pat Chambers, er hat mich auf ihren Besuch vorbereitet.
Mike: Ich habe nur ein paar Fragen, aber vielleicht können sie mir erstmal verraten, mit wem von ihnen beiden ich das Vergnügen habe.
Bellemy: Ich bin Marry Bellemy.
Mike: Ist ihnen am abend der Party irgendwas Besonderes aufgefallen.
Bellemy: Eigentlich nicht, wir haben ein paar Gläser getrunken und ein bißchen getanzt, Jack und George Kalecki waren eine weile in der Küche und als sie herauskamen, schien George ziemlich bedrückt zu sein.
Mike: Ich weiß daß sie anschließend noch mit Charlotte Manning etwas essen waren, was passierte dann.
Bellemy: Sie setzte uns hier ab und wir sind gleich ins Bett gegangen, übrigens das mit der Uhrzeit, das kann der Hausmeister bestätigen, er hat uns nämlich die Tür aufmachen müssen weil wir unseren Schlüssel vergessen hatten, ach sie müssen mich einen Augenblick entschuldigen, ich fürchte, ich habe das Badewasser angelassen.
Mike: Sie lief hinaus auf den schmalen Korridor und verschwand im Badezimmer, vielleicht wurde ich langsam alt, aber ich hörte kein Wasser laufen, nach einer weile kam sie zurück, ihr Anblick verschlug mir fast den Atem, statt des grauen Kostüms von vorher trug sie jetzt ein hauchdünnes rosa Neglige, das nur das nötige verhüllte.
Bellemy: Tut mir leid, daß ich sie warten lassen mußte, aber das Wasser wäre sonst kalt geworden.
Mike: Sie lächelte und setzte sich mir direkt gegenüber.
Mike: Geht schon in Ordnung, die meisten Frauen hätten dafür Stunden gebraucht.
Mike: Dabei öffnete sich ihr neglige und sie ließ sich zeit damit es wieder zuzuziehen.
Bellemy: Ich nicht, ich bin viel zu begierig darauf, mehr über ihren Fall zu erfahren.
Mike: Ihr Dekollete war trotzdem so weit geöffnet, daß ich ihr fast bis zum Bauchnabel schauen konnte.
Mike: Haben sie nicht außer dieser Stadtwohnung auch noch Landbesitz.
Bellemy: Ja natürlich in New Jersey, eine Villa mit 22 Zimmern, einem Swimming- pool und etlichen Tennisplätzen, wenn sies genau wissen wollen, würden sie mich gern einmal besuchen.
Mike: Klar, jederzeit.
Bellemy: Gut, diesen Samstag geben wir draußen eine große Party, Mirna und Charlotte Manning kommen auch, sie dürften sie beiden kennen.
Mike: Olala, das würde ein interessanter Abend werden.
Mike: Sagen sie, kann man sie beide eigentlich voneinander unterscheiden.
Bellemy: Tja, eine von uns hat ein kleines erdbeerfarbenes Muttermal auf der rechten Hüfte.
Mike: Ah, und wer von beiden.
Bellemy: Warum sehen sie nicht selbst nach.
Mike: Mann o mann.
Mike: Heute nicht, ich habe noch ein Haufen Arbeit vor mir.
Mike: Ich stand auf und streckte meine Glieder.
Bellemy: Oh, sei nicht feige.
Mike: Sie stand ebenfalls auf und trat auf mich zu, dabei machte sie keinerlei versuch mehr ihr Neglige festzuhalten, ich presste sie an mich und küsste sie, dann ergriff ich den Saum des Negliges und mit einer Handbewegung zog ich es weg, so daß sie nackt vor mir stand, ich trat zurück und sie ließ mich jeden cm ihres sonnen-gebräunten Körpers absuchen, dann nahm ich meinen Hut und ging zur Tür.
Mike: Es muß wohl doch deine Schwester sein, die das Muttermal hat, bis Samstag.
Mike: Als ich sah, daß im Büro noch Licht brannte, blieb ich vor einem Spiegel stehen und untersuchte mich gründlich nach Lippenstiftspuren, ich habe nie begreifen können, warum Lippenstift von Frauen so leicht abgeht, aber von Männern kaum zu entfernen ist.
Mike: Ist was.
Velda: Du hast noch was am Ohr.
Mike: Sie konnte wirklich tödlich sein diese Frau.
Velda: Übrigens, in deinem Zimmer wartet Besuch auf dich.
Mike: Pat saß hinter meinem Schreibtisch und schwenke mir zur Begrüßung eine Flasche Bourbon entgegen.
Pat: Willst du einen.
Mike: Ich kanns gebrauchen, was hast du auf dem Herzen, los raus mit der Sprache.
Mike: Als Antwort warf er mir eine Akte auf den Schreibtisch, ich konnte die Aufschrift lesen, Mirna Devlin.
Mike: Was soll das, Pat, willst du etwa Mynra mit der Sache in verbindung bringen.
Pat: Du weißt, daß Mirna Jack damals das Versprechen abgenommen hat, sie nie danach zufragen, wo sie den Stoff herhatte.
Mike: Stimmt, so wie er in Mirna verschossen war, hätte er alles für sie getan.
Pat: Ist dir eigentlich nie der Gedanke gekommen, daß Jack, der ja immerhin Privatdetektiv war, sein Versprechen gegenüber Mirna gebrochen haben könnte.
Mike: Möglich ist es schon, er haßte Gauner und Betrüger, aber noch verhasster waren ihm diese dreckigen Ratten, die sich an Leuten wie Mynra bereicherten.
Pat: Nur so viel, aus den Akten geht hervor, daß Jack doch in dem Fall ermittelte, allerdings bislang unergiebig, vielleicht hat er uns etwas verschwiegen, etwas das ihn schließlich das leben gekostet.
Mike: Was sagt Mirna.
Pat: Aus ihr ist nichts rauszukriegen.
Mike: Dann muß sie einen grund dafür haben.
Pat: Ach das hätt ich beinah vergessen, gestern nacht hat jemand versucht Kalecki durch die Scheibe seines Wohnzimmerfensters abzuknallen, hat ihn um haaresbreite verfehlt.
Mike: Das hättest du also beinahe vergessen.
Pat: Oh, da wäre noch etwas, er glaubt du warst es.
Mike: Du glaubst es nicht.
Pat: Nein, erstens hat der Täter daneben geschossen, das wäre dir nicht passiert und zweitens haben wir die Kugel untersucht, auch eine 45er, wir haben sie mit der verglichen, die Jack getötet hat, die Kugeln stammen aus der derselben Waffe.
Mike: Ich mußte noch einmal in Jacks Wohnung, Jack hatte immer ein Notizbuch gehabt, mit Adressen und kurzen Eintragungen und die polizei hatte nichts dergleichen gefunden, vielleicht hatte es der Mörder an sich genommen, vielleicht aber lag es noch immer unentdeckt in Jacks Wohnung, es war jedenfalls einen Besuch wert, die Tür zu dem Apartment war noch immer versiegelt und da ich mich nicht mit der staatsanwaltschaft anlegen wollte, probierte ich es über die Feuerleiter, das Badezimmerfenster ließ sich ohne Probleme öffnen, die Wohnung war in einem guten zustand, man konnte sich kaum vorstellen, daß hier jedes Teil wahrscheinlich fünfmal hin und her gewendet worden war, es hatte also kein Sinn, die ganze Arbeit noch mal zu machen, was mich interessierte war die Kommode, ich tastete alles ab, auch unter der untersten Schublade auf dem Holzboden und tatsächlich da hielt ich es in Händen, Jacks kleines blaues Notizbuch.
Mike: Hallo Velda.
Velda: Hallo Mike.
Mike: Also der Lippenstift gestern, das war gewissermaßen wie soll ich sagen ein Arbeitsunfall.
Velda: Hast du schon deine Versicherung benachrichtigt.
Mike: Komm sieh dir lieber an was ich hier habe.
Velda: Was ist das.
Mike: Jacks Notizbuch.
Velda: Und, ist was drin.
Mike: Die älteste Eintragung reichte 3 Jahre zurück, Namen, Telefonnummern, Notizen, die alle schwarz durchgestrichen waren, das hieß, die Fälle waren aufgeklärt, interessant waren die letzten Seiten.
Mike: Am 20 Eilin Vickers gesehen, das war 2 Wochen vor seinem Tod.
Velda: Hier wieder, Eilin Vickers ist Pseudonym von fragezeichen fragezeichen fragezeichen.
Mike: Der letze Eintrag einen Tag vor seinem Tod lautet schließlich.
Mike: Morgen Eilin anrufen LO 3605.
Velda: LO 3605 das kommt mir irgendwie bekannt vor, warte mal.
Mike: Sie ging zu ihrer Kartei und fischte eine Visitenkarte raus.
Velda: Ah, 20 schöne Mädchen laden sie zum verweilen ein, für jeden Geschmack die richtige, Anruf unter LO 3605.
Mike: Hey, the red baron, stadtbekannter Puff.
Velda: Na, du mußt es ja wissen.
Mike: Sie hatte sich schon das Telefon geangelt und die Nummer gewählt, dann reichte sie an mich weiter, am anderen ende meldete sich eine Stimme, der man die Zigarette im Mundwinkel schon durchs Telefon anhörte.
Frau: The red baron, hallo.
Mike: Ich würde gern Eilin Vickers sprechen.
Frau: Ist erst ab 22 uhr im hause.
Mike: Ah, na ich hoffe ich kann mich dann von zuhause loseisen.
Mike: Kann ich.
Velda: Klar Mike, du gehst heißen Kurven nach und ich heißen Spuren.
Mike: Zuhause nahm ich eine Wechseldusche, schabte mir den Bart ab, und putzte meine Zähne, einen Augenblick überlegte ich, ob es sich schickte eine Waffe zu tragen wenn man eine Dame besuchte.
Manning: Hallo Mr Hammer.
Mike: Ihr Anblick überstieg meine kühnsten Erwartungen, sie hatte jetzt nichts mehr von einer Psychaterin an sich, sondern war nur noch Frau, bildschön und verführerisch, sie trug ein Kleid aus enganliegendem blauem Stoff, der sich an sie schmiegte, als sei ihre Haut naß, der alles verdeckte und gleichzeitig doch alles enthüllte, gerade und feste Brüste ragten daraus hervor, und ihre Beine stecken in Seidenstrümpfen und hochhakigen Schuhen, wunderbare Beine kräftig, wohlgeformt.
Manning: Was ist.
Mike: Sie warf ihre blonden Locken in den Nacken und sah mich aufreizend an.
Manning: Gefällt ihnen das Kleid.
Mike: Es ist bildschön und das wissen sie auch.
Manning: Ich hab es extra für sie angezogen.
Mike: Wie darf ich das verstehen.
Manning: Ich habe sie erwartet, das heißt ich hab es mir gewünscht und es hat auch geklappt.
Mike: Mit diesen Worten öffnete sie die Tür zur Küche, wo ein Tisch für zwei Personen gedeckt war, gebratenes Huhn und Pommes frites, mein Lieblingsessen.
Mike: Charlotte.
Manning: Sagen sie nichts, essen sie erstmal, ich habe ihnen ihr Abendessen schon eine Stunde warmgehalten.
Mike: Wie hab ich das verdient.
Manning: Wie, in meiner Praxis lern ich so viele Männer kennen, aber die meisten sind Schwächlinge, sie haben Komplexe oder Zwänge oder fixe Ideen, wenn man ständig nur Männern begegnet, die so gar nichts männliches mehr an sich haben, ist man froh, wenn einem mal wieder ein richtiger Mann begegnet.
Mike: Danke für die blumen.
Manning: Ich meine es ernst, sie sind ein Mann der an das leben gewöhnt ist und au-ch daran ihm seinen regeln aufzuzwingen, sie sind stark, ihr körper und ihr verstand.
Mike: Eine fixe Idee habe ich allerdings schon, ich muß diesen Mörder erwischen, ich muß ihn umlegen.
Mike: Charlotte stand von ihrem Platz auf und setzte sich neben mich, sie legte ihre Hand in meine und unsere Blicke trafen sich.
Manning: Mike, tun sie mir einen gefallen, passen sie auf sich auf, passen sie auf, daß ihnen nichts passiert.
Mike: Das werde ich, ich verspreche ich, aber warum machen sie sich Sorgen.
Manning: Darum.
Mike: Sie beugte sich vor und ihre Lippen öffneten sich zu einem Kuß, ich zog sie an mich und drückte so fest daß sie das Feuer spüren konnte das in mir brannte, als sie sich von mir löste, leuchtete alles an ihr.
Manning: Du kennst auch in der liebe kein Pardon, was Mike.
Mike: Es grenzte an ein Wunder, daß ich überhaupt heil aus der Tür und die Treppe herunter kam.
Mike: Als ich gegen mitternacht beim red baron auftauchte und das blaulicht vor dem Haus sah, wußte ich daß ich zuspät gekommen war, es war kein schöner anblick, das Mädchen lag nackt auf ihrem Bett, direkt über ihrem Herzen klaffte das Einschußloch, es stammte von einer Pistole Kaliber 45.
Mike: Eillin Vieckerts, ich habe ihren Namen in Jacks Notizbuch gefunden.
Pat: Der Mörder hat also wieder zugeschlagen.
Mike: Sieht ganz danach aus, hast du rausgekriegt, wie das ganze hier funktioniert.
Pat: Die Bordellwirtin sagt, die Mädchen arbeiten auf eigene Rechnung, sie müssen lediglich die Zimmer zahlen.
Mike: Sie hat natürlich keinen Schimmer wer bei Eilin Vickerts abkassiert hat.
Pat: Sie sagt nein.
Mike: Und sie hat natürlich auch niemand kommen und gehen sehen.
Pat: Erraten.
Mike: Soll ich sie mir vornehmen.
Pat: Im Moment nicht, ich will erst Mirna sehen, sie muß mehr wissen als sie sagt, diesmal muß sie reden.
Mike: Sie brachten Mirna aufs Präsidium, als Pat ihr erzählte, daß man eine gewisse Eilin Vickers tot aufgefunden hätte, brach sie zusammen, es dauerte lange bis sie wieder sprechen konnte, starr mit tränenlosem blick erzähle sie dann ihre geschichte, es war die Geschichte zweier Schwestern aus der Provinz, die nach New York gekommen waren auf der Suche nach Abenteuer und etwas Liebe, sie waren an Leute geraten, die ihre Unerfahrenheit ausnutzten und ihnen Rauschgift gaben, Eilin die ältere von beiden, war es dann die immer für Nachschub sorgte und dafür ihren Körper verkaufte, Mirna hatte Glück gehabt, sie hatte Jack kennengelernt, der ihr geholfen hatte von dem Zeug loszukommen, Eilin aber schaffte den Absprung nicht und verkaufte weiter ihren Körper. Am nächsten Morgen war ich mit Charlotte zu einem Spaziergang im centralpark verabredet, es war ein schöner tag und die kinder-mädchen warfen mir blicke zu, auch Charlotte schob einen Kinderwagen auf mich zu.
Mike: Hallo, kleines.
Manning: Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich auf ihr Kind aufpassen könnte.
Mike: Magst du kinder.
Manning: Schrecklich gern, irgendwann werde ich 6 eigene haben.
Mike: 6 gleich, vielleicht kann ich ja gar nicht so viel Geld verdienen um 6 Mäuler auf einmal zu stopfen.
Manning: Ah, soll das etwa ein Heiratsantrag sein, Mr Hammer.
Mike: Es war keine zeit zum nachdenken, ich sah nur den häßlichen Lauf einer Pistole, die aus dem Seitenfenster eines dunkelblauen Cadillacs auf uns gerichtet war und warf mich auf Charlotte, im nächsten Moment schlug die Kugel hinter uns in einer Wand ein, daß das Mauerwerk auf uns herunterbröselte, für einen zweiten Schuß blieb dem Schützen keine zeit mehr, er warf den ersten Gang ein und schoß die fifth avenue hinunter, aus dem Sand vor der Mauer fischte ich die Kugel, es war eine 45er, Pat wartete im Schießkeller auf mich.
Pat: Jemand will dich offensichtlich aus dem Weg räumen.
Mike: Der Mörder scheint ein schießwütiges Monster zu sein.
Pat: Vielleicht, aber es ist schon merkwürdig, die Kugel mit der auf dich geschossen wurde, stammt nicht aus der Waffe, aus der auf Jack, Kalecki und Eilin geschossen wurde.
Mike: Bist du ganz sicher.
Pat: Vollkommen.
Mike: Apropos Kalecki, sollte man sich ihn nicht noch mal vornehmen.
Pat: Hab ich auch schon dran gedacht, aber er ist ausgeflogen der Vogel, wie vom Erdboden verschluckt.
Mike: Verdammt.
Mike: Mirna hatte der Polizei Eilins Adresse gegeben, sie hatten sich dort schon umgesehen aber irgendein komisches Gefühl sagte mir, daß das bißchen Heroin, das sie bei ihr gefunden hatten, nicht alles sein konnte, Eilins Wohnung lag im Erdgeschoß eines kleines Reihenhauses in Brooklyn, an der Tür prangte das Polizeisiegel, also probierte ich es auf meine bewährte Methode, eines der Fenster ging auf den Hof, ich schob meine Finger unter den Rahmen und es glitt geräuschlos wie von selbst nach oben, war schon vor mir jemand hier gewesen, ich hoffte im stillen daß ich nicht zu spät gekommen war, wir schossen fast gleichzeitig, dann war es still, nach einer langen weile schaltete ich das Licht an, George Kalecki war tot, meine drei Schüsse hatten ihn alle an der selben Stelle erwischt, direkt in der Herzgegend, in seiner Hand hielt er das, was er in Eilins Wohnung gesucht hatte, einen silbernen Schließfachschlüssel. Es kostete Pat 3 Telefonate, dann hatte er das zu dem Schlüssel passende Schließfach ausfindig gemacht, den Inhalt ließ er sich aufs Präsidium bringen.
Pat: Jede Menge Material, das beweist, in was George Kalecki alles verwickelt war.
Mike: Rauschgifthandel, Zuhälterei und in einem Fall nachweislich auch Mord, das hätte genügt, ihn für die nächsten 100 Jahre hinter Gitter zu bringen.
Pat: Und Eilin war eins seiner Mädchen, er versorgte sie mit Stoff und kassierte sie dafür ab.
Mike: Ach, ich wußte immer, daß er ein Schwein war, und ich bin froh, daß ich ihn erledigt habe.
Pat: Mirna hat erzählt, daß sie ihrer Schwester sogar ein paar Putzjobs vermittelt hat, weil Eilin es mit ehrlicher Arbeit versuchen wollte, es sieht so aus, als ob Eilin austeigen wollte.
Mike: Ja, deshalb hat sie auch Kontakt mit Jack aufgenommen.
Pat: Ja, sie wollte ihm die Informationen über Kaletzki zukommen lassen, um ihn endlich dranzukriegen.
Mike: Und um das zu verhindern, hat Kalecki die beiden umgebracht.
Pat: Eine großartige Theorie, du vergißt nur, daß auf Kalecki selbst geschossen worden ist, und zwar mit der gleichen Waffe wie auf Jack und Eilin, aus der Waffe, die wir bei Kaletzki gefunden haben, wurde nur eine einzige Kugel abgefeuert, die Kugel, die dich im Park erwischen sollte.
Mike: Bis dahin hatte ich immer geglaubt, Kalecki wäre der große Boss, aber jetzt wurde mir klar, daß jemand anderer hinter ihm stand, jemand der größer war als er, und dieser jemand hatte das Beweismaterial besessen, das in dem Schließfach war, dieser jemand war der Killer, wie war Eilin an den Schlüssel gekommen, mir schwirrte der Kopf, ich versuchte es mit ein paar Whiskys in der Bar an der Ecke, dann fuhr ich zu Charlotte, sie war gerade dabei sich umzuziehen.
Manning: Komm rein Schatz du mußt die Unordnung entschuldigen ich habe meinem Mädchen freigegeben, damit sie sich um seine kranke Mutter kümmern kann.
Mike: Mach dir keine Gedanken.
Manning: Weißt du was, du mixt uns zwei highballs, und ich zieh mich inzwischen fertig um.
Mike: Gute Idee.
Mike: Während ich die drinks mixte, sah ich mir die Bücher an, die bei ihr rumlagen, Heilung durch Hypnose hieß eines und ein anderes, Psychologie der Ehe, sieh an, sie bereitete sich also offensichtlich schon vor.
Manning: Dein drink ist fertig Liebling.
Mike: Bring ihn mir.
Mike: Vielleicht hätte ich einen Moment warten oder vorher anklopfen sollen, als ich ins Zimmer trat, stand Charlotte völlig nackt vor mir, sie war noch schöner als ich es mir vorgestellt hatte, Charlotte war fast noch perplexer als ich, sie errötete, und warf sich rasch einen Bademantel über, wortlos stürzten wir beide unser drinks in einem Zug herunter aber selbst der Alkohol konnte mich kaum besänftigen.
Manning: Mike, ich will dich.
Mike: Nein, nein.
Manning: Aber warum nicht.
Mike: Unsere Zeit ist noch nicht gekommen.
Manning: Sag es mir Mike.
Mike: Ich liebe dich.
Manning: Laß uns heiraten, gleich morgen.
Mike: Morgen nicht, aber sehr bald, ich kann nicht mehr lange warten.
Mike: Im nächsten Augenblick lag sie in meinen Armen und küsste mich, ich presste sie so fest an mich, wie ich konnte, dann schob ich sie weg und ging zur Tür.
Mike: Bis morgen, Liebling, ich werde rechtzeitig da sein.
Mike: Noch einen Moment länger, und ich hätte den Verstand verloren, sie war eine wunderbare Frau und die ganze Herrlichkeit gehörte mir. Der Wecker rasselte um 6, ich drosch auf ihn ein, um den Lärm abzustellen, auf meinem Nachttisch stand eine halbvolle Flasche Bier und ich nahm einen Schluck daraus, es war abgestanden wie eine Litfaßsäule, als ich es bis zum Fenster geschafft hatte, sah ich daß die Sonne schien, es war ein strahlend schöner Tag, genau der richtige Tag um aufs Land zu fahren und eine hinreißende Blondine zu treffen, zuerst aber mußte ich mich unbedingt bei Velda melden.
Velda: So früh schon auf.
Mike: Ich habe heute eine wichtige Ermittlung.
Velda: Du solltest deine Sportklamotten mitnehmen.
Mike: Wiebitte.
Mike: Wahrscheinlich konnte sie wirklich hellsehen.
Velda: Marry Bellemy hat angerufen, als besondere Attraktion ist ein Tennismatch vorgesehen, zu diesem zweck haben die Zwillinge extra irgendwelche Tennisgrößen eingeflogen.
Mike: Ach ja.
Velda: Ach ja.
Mike: Sonst noch was.
Mike: Vielleicht wußte sie über die Sache zwischen mir und Charlotte ja auch schon bescheid, sie würde mir ordentlich die Hölle heiß machen.
Velda: Viel spaß, baby.
Mike: Ich war irgendwie erleichtert, als sie auflegte. Das Haus lag inmitten eines riesigen Grundstücks und machte einen prächtigen Eindruck, ich war kaum aus meinem Auto gestiegen, als ich eine wohlbekannte Stimme hinter mir hörte.
Bellemy: Hallo Feigling.
Mike: Hallo Marry.
Mike: Sie führte mich zu den Tennisplätzen, ich war froh unter den Zuschauern Charlotte zu entdecken, sie saß neben Mirna in der ersten Reihe, die beiden waren offensichtlich in ein ernstes Gespräch vertieft, als ich kam, presste Mirna ihre Hand an die Schläfen und sagte, sie müßte kurz ins Haus gehen und sich ein Aspirin holen, in dem Moment kam Ester Bellemy auf uns zu, äußerlich konnte ich kaum einen Unterschied erkennen, und doch war sie ganz anders als ihre Schwester, sie benahm sich höflich und reserviert.
Bellemy: Darf ich ihnen kurz Mr Hammer entführen, ich würde ihn gern einigen leuten vorstellen.
Manning: Aber natürlich.
Mike: Es wäre schön gewesen, einfach so neben Charlotte zu sitzen, ich wäre Ester am liebsten an die Gurgel gesprungen, aber da war etwas, das mich brennend interessierte, ich mußte unbedingt mehr über dieses rote Muttermal wissen.
Bellemy: Sie haben in dem Fall Jack Williams ermittelt, Mr Hammer.
Mike: Nennen sie mich Mike, ich bin nicht an Förmlichkeit gewöhnt.
Mike: Ester hatte ihr Haar zu einer Nackenrolle eingeschlagen, für mich sehen Mädchen mit eingerolltem Haar immer so aus, als bräuchten sie nur noch Eimer und Schrubber, um die Küche aufzuwischen.
Bellemy: Also gut Mike, ich habe mich schon gewundert, daß sie mich nie zu dem Fall befragt haben.
Mike: Das läßt sich ja nachholen.
Mike: Sie führte mich an den Tennisplätzen vorbei in Richtung eines kleinen Wäldchens, ich fragte mich, wo die Leute waren, die mir vorstellen wollte.
Bellemy: Nun, beginnen sie mit der Befragung.
Mike: Der Wald wurde dichter, sie mußte ein Stück vorausgehen, als ich ihre Rückseite sah, fielen mir keine Fragen mehr ein, warum können Frauen einfach nicht aufhören, sich so zu bewegen daß Männer auf abwegige Gedanken kommen.
Mike: Ähm, wovon leben sie eigentlich wenn ich mir die frage erlauben darf.
Bellemy: Unser Vater hat uns seine Anteile an ein paar Betrieben im Süden hinterlassen, wir kommen ganz gut zurecht.
Mike: Das sieht man.
Bellemy: Dafür ist man aber auch ständig von einem halben dutzend Verehrer umgeben, die einem erzählen, wie hübsch man ist, nur weil sie sich das alles hier unter den Nagel reißen wollen.
Mike: Dabei müssen ihre Verehrer nicht einmal lügen.
Bellemy: Sind sie etwa auch auf der Suche nach einer reichen Frau.
Mike: Man könnte glatt auf den Geschmack kommen.
Mike: Wir waren inzwischen auf einer lauschigen kleinen Lichtung angekommen.
Bellemy: Seien sie vorsichtig mit dem was sie sagen.
Mike: Warum.
Mike: Als Antwort hörte ich wie die Druckverschlüsse an ihrem Kleid auseinander klickten, ich zog sie zu mir herüber und küsste sie, dieser Kuß war wie geschmolzene lava, ich konnte sie nicht von mir stoßen und ich wollte es auch nicht mehr, wir waren allein, nur noch das Geräusch unseres heißen Atems, irgendwann öffnete ich wieder die Augen.
Mike: Schwindlerin, du bist nicht Ester, du bist Marry.
Bellemy: Wie hast du das bloß raugekriegt.
Mike: Soviel ich sehe, ist da weit und breit kein erdbeerfarbenes Muttermal.
Bellemy: Oh baby, ich wußte es doch du würdest es dir nicht nehmen lassen, selbst nachzuschauen.
Mike: Das match war fast vorbei als wir zurückkamen, Charlotte saß immer noch auf ihrem Platz, nur war jetzt ein smarter Jüngling neben ihr, mit dem sie offensichtlich in ein intensives Gespräch verstrickt war, ich wollte gerade meinen Gefühlen freien lauf lassen, als aus dem Haus ein Schreien erklang, daß so schrecklich und mark erschütternd war, daß alle anwesenden erstarrten, ich rannte sofort zum Haus und fand das Hausmädchen am oberen Treppenabsatz, ihre schreckensgeweiteten Augen wiesen auf eines der Zimmer, es war die Garderobe, ich wußte, was mich erwartete, als ich den Raum betrat, auf dem Boden lag Mirna, und in ihrer Brust klaffte das Loch einer 45er.
Manning: Sie wollte sich doch nur kurz ein Aspirin holen.
Mike: Jetzt ist sie tot, und ich hab mit den Killer hier irgendwo direkt vor meiner Nase.
Mike: Es war passiert, während ich mit Marry im Wald gelegen hatte, der Mörder hatte wieder seinen Schalldämpfer benutzt.
Mike: Schaumal Charlotte was ich bei Mirnas Leiche auf dem teppich gefunden habe.
Mike: Ich gab ihr den Umschlag, in dem ich das Pulver mit den Händen hineingekehrt hatte.
Manning: Es ist Heroin.
Mike: Es ist das gleiche Zeug das die polizei auch bei Eilin gefunden hat.
Manning: Vielleicht hat Mirna wieder damit angefangen.
Mike: Das glaub ich nicht, sie hat es gefunden, wahrscheinlich in der Gardarobe, und der Killer hat sie dabei überrascht.
Manning: Ist dir sonst noch etwas aufgefallen.
Mike: Nein, oder doch, unter Mirnas Fingernägeln hatte ich rote Wollfasern entdeckt, aber irgendetwas hielt mich davon ab, es Charlotte zu sagen. Es war weit nach Mitternacht, als ich Charlotte vor ihrem Haus absetzte, sie hatte immer noch Tränen in den Augen, verständlich, sie hatte Mirna gemocht, ich war den Tod gewöhnt, aber ihr mußte das ganze wie ein Alptraum vorkommen, wir küssten uns zum Abschied, dann sah ich ihr nach, wie sie zu ihrer Tür ging, ihr roter Mantel leuchtete in der Dunkelheit, sie drehte sich zu mir um.
Manning: Möchtest du nicht doch noch mit hinaufkommen.
Mike: Hatte ich Pat zuletzt doch geschlagen und ich war glücklich darüber, glücklich, wie könnte ich nur so glücklich sein, zu viele Menschen waren gestorben, ich mußte der Sache ein ende bereiten, jetzt oder nie.
Mike: Ja, Charlotte, warum nicht.
Mike: Ich setzte mich in den Sessel am Fenster und wartete, bis sie mit dem Eis aus der Küche zurückkam, dann sah sie die Magnum in meiner Hand, sie zielte genau auf ihren Bauch, selbst unter dem makeup konnte ich sehen, wie ihr die Farbe aus dem Gesicht wich.
Mike: Es hat kein Zweck mehr Charlotte, ich weiß alles.
Mike: In ihren Augen spiegelte sich Verwirrung, niemand außer mir hätte bemerkt, daß sie schauspielerte.
Mike: Angefangen hat alles mit deinem Job, die Leute sind zu dir gekommen, weil sie deine Hilfe brauchten, und du hast ihnen geholfen, in dem du ihnen Drogen gegeben hast, sie wurden von dir abhängig und du hast mächtig abkassiert, über deine Praxis bist du zunächst problemlos an das Zeug rangekommen, aber allmählich gabs Probleme mit dem Nachschub, da lerntest du George Kalecki kennen, gerade zum richtigen Zeitpunkt, während deiner Hypnosebehandlung, vermutlich bist du eine Meisterin darin, hast du jedes schmutzige Detail seines Lebens ans Licht gebracht, damit hattest du ihn in der Hand, und von nun an sorgte er für den nötigen Nachschub an Drogen.
Mike: Ihre Augen waren angstvoll geweitet ich konnte förmlich sehen wie ihr verstand auf Hochtouren lief, sie suchte nach einem Ausweg und schließlich hatte sie ihn.
Mike: Die Informationen, die du über Kalecki hattest hast du alle in einem Schließfach gesammelt und der Schlüssel war zuhause bei dir versteckt, wie ist Eilin nur in den Besitz dieses Schlüssels gekommen, ich habe lange drüber nachgedacht und es eigentlich erst heute kapiert, mußtest du in letzter zeit deinem Mädchen nicht dauernd frei geben, weil seine Mutter krank ist, da warst du froh, als dir von Mirna Eilin als Putzfrau empfohlen wurde und Eilin die von Kalecki vielleicht sogar dafür angeheuert war, entwendete den Schlüssel.
Mike: Der Schrecken war aus ihr gewichen und an seine Stelle trat etwas anders, jetzt kam es, der Ausweg.
Mike: Eilin wollte aussteigen und Kalecki drankriegen, deshalb hat sie Jack kontaktiert, wenn Kalecki auffliegen würde, würdest du auch auffliegen, also mußtest du handeln, nachdem dich dein Hausmädchen ins Bett gebracht hatte, bist du wieder aufgestanden und zu Jack zurück, dann hat du ihn im Schlafzimmer erwischt.
Mike: Ihre Hände glitten langsam an ihrem Körper entlang und umfaßten ihre Brüste, dann tasteten sie nach den Knöpfen ihrer Bluse, sie sprangen auf, einer nach dem anderen.
Mike: Damit hatte das Morden noch lange kein ende, denn George Kalecki blieb ein Unsicherheitsfaktor, also war er der nächste, aber du hast ihn verfehlt, er konnte der Polizei natürlich nicht sagen, daß du auf ihn geschossen hast, sonst wäre er ja mit aufgeflogen, aber an dem Morgen im Park, als ich dachte Kalecki, hätte es auf mich abgesehen, da hat er in Wirklichkeit auf dich gezielt um sein Problem auf diese weise zu lösen.
Mike: Die Bluse rutschte über ihre Schultern zu Boden, sie trug keinen Büstenhalter, ihre Brüste, ihre festen, einladenden Brüste, reckten sich mir entgegen.
Mike: Dann kam Eilin an die Reihe, das war an dem Abend nach unserem ersten Kuß, erinnerst du dich noch.
Mike: Sie öffnete den Reißverschluß ihres Rocks, ganz langsam, um dabei die maximale erotische Wirkung zu entfalten, schälte sie sich aus dem Rock, jetzt blieb nur ein winziger Slip.
Mike: Du hast Glück gehabt, immer Glück, auch bei dem Mord an Mirna, ihr wart vor dem Tennisspiel in ein ernstes Gespräch verwickelt, dabei muß dir klar geworden sein, daß Myrna Verdacht geschöpft hat, sie ging dann hinauf ins Haus, aber nicht um sich ein Aspirin zu holen, sondern um einen Beweis zu finden, und den hat sie in der Tasche deines Mantels gefunden, ja.
Mike: Ihre Daumen schoben sich unter den Bund ihres Slips.
Mike: Dabei hast du sie überrascht, du hast sie erschossen, und versucht, so gut es ging das verstreute Heroin zu beseitigen, dann hast du ihr deinen Mantel aus den toten starren Händen gerissen und dabei sind die roten Wollfäden unter ihren Fingernägeln hängengeblieben.
Mike: Dann stieg sie so graziös aus dem Höschen, wie Venus aus dem Bade, sie war eine echte Blondine.
Mike: Nein Charlotte, kein Gericht würde dich je so verurteilen können, viel zu viel Indizienbeweise, deine Alibis waren zu perfekt.
Mike: Langsam, ganz langsam, kam sie auf mich zu.
Mike: Jetzt bin ich der Richter, und ich muß ein Versprechen einlösen, so schön du bist und so sehr ich dich fast geliebt hätte, ich verurteile dich zum tode.
Mike: Der Duft, den sie verströmte, war atemberaubender als jedes Parfüm, sie war perfekt, sie streckte ihre Arme nach mir aus und wollte mich umarmen, das donnern meiner Magnum erschütterte den Raum, Charlotte taumelte zurück, einen moment später und sie hätte mich mit ihrer 45er die hinter mir auf der fensterbank in griffnähe lag getötet, aber ich war ihr zuvorgekommen, fassungslos starrte sie mich an.
Manning: Wie konntest du nur.
Mike: Mir blieb nur noch ein Augenblick, aber ich schaffte die Antwort gerade noch.
Mike: Es war leicht.
Mike Hammer (Privatdetektiv): Jürg Löw
Velda (seine Sekretärin): Lisa Adler
Charlotte Manning: Caroline Schreiber
Pat Chambers: Justus Fritzsche
George Kalecki: Horst Mendroch
Marry Bellemy: Myriam Gurland
Bobo Hopper: Steffen Schult
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Jack
Ritchie,
Der Mitternachtswürger
Eingetragen am 02. September 2025
Jack Ritchie: Der Mitternachtswürger (BR 1992)
Kriminalhörspiel von Marina Dietz nach 3 Kurzgeschichten von Jack Ritchie
Brannigan: Ich frage sie, was hatten sie in der Tiefgarage zu suchen Mr.
Turnbuckle: Turnbuckle, Henry Turnbuckle, Privatdetektiv und nicht schwerhörig, Mrs Homa Schleidel hatte Grund zur Annahme, daß ihr Gatte nicht wie er behauptete, jeden Donnerstag abend im Kegelclub verbringt, er suchte in der Tat heute nicht diesen Ort auf, sondern das Hinterzimmer des Buchhandels nur für Erwachsene, wo er 1 Stunde und 23 Minuten bei einer Filmvorführung verweilte, gegen 21 Uhr 45 befand er sich dann auf dem Weg zurück zu seinem Wagen wo ich ihm meinem Auftrag gemäß unauffällig folgte, in der Tiefgarage richteten sich plötzlich ein halbes dutzend Taschenlampen auf meine Person, und mir wurde dringend geraten, keinen Mucks zu tun sonst würde man mir den Kopf wegpusten, gleich darauf war ich von mindestens 20 Mann in Polizeiuniform umringt, auf meine höfliche Frage was das zu bedeuten habe, erhielt ich keine Antwort sondern wurde unter erneuter Androhung von Gewalt hierher ins Polizeipräsidium verbracht.
Brannigan: Er will witzig sein, merken sies Wiggins, und er redet ganz schön viel.
Wiggins: Hat jemand schon Mr Turnbuckle über seine Rechte belehrt.
Brannigan: Eigentlich nicht in dem ganzen Trubel, also Sie haben das Recht zu schweigen, sie haben das recht, verdammt, wo ist denn diese Karte wo alles draufsteht, Wiggings, nun machen sie schon.
Wiggins: Sie haben das Recht.
Turnbuckle: Danke ich kenne meine Rechte.
Brannigan: Schau an, schau an.
Wiggens: Dann wollen sie sicher einen Anwalt Sir.
Turnbuckle: Ich bin sicher das wird nicht nötig sein.
Brannigan: Ein Spaßvogel.
Wiggens: Ich fürchte sie verkennen den Ernst der Lage.
Turnbuckle: Moment, lassen sie mich raten, sie meinen doch nicht etwa, ich sei der Mitternachtswürger.
Brannigan: Sie haben von ihm gehört.
Wiggins: Die Zeitungen waren ja voll davon.
Turnbuckle: Es gab bisher 6 Opfer, alles Männer zwischen 46 und 57 Jahre alt, sie wurden in der nähe ihrer geparkten Autos überfallen, in der Regel zwischen 20 und 22 Uhr, eigentlich wäre die Bezeichnung 21Uhr-Würger zutreffender, aber für die Presse nicht reißerisch genug.
Brannigan: Wiggins, die Reporter, gehen sie und halten sie uns die vom Leib, vorläufig noch.
Wiggins: Ich werde mich darum kümmern.
Brannigan: Ich versteh nicht, woher die so plötzlich Wind bekommen haben, ja was ist denn Wiggins, sind sie noch nicht weg, raus mit ihnen, sie Trauerweide.
Turnbuckle: Sünder müssen büßen, das find ich das faszinierendste, jeder Tote wurde mit diesen Worten auf der Stirn markiert, mit einem Gummistempel vermutlich.
Brannigan: Sie scheinen sich ja sehr für den Fall zu interessieren.
Turnbuckle: Es geht nichts über eine feine Mordserie.
Brannigan: Ja klar.
Turnbuckle: Ich meine natürlich das Rätsel, die Herausforderung, aber ich glaube ich rede zu viel.
Brannigan: Nein nein nein nein nein machen sie ruhig weiter.
Turnbuckle: Vor dem Mitternachtswürger hat die örtliche Polizei erstmal völligversagt.
Brannigan: He reiß dich zusammen Freundchen.
Turnbuckle: Verständlicherweise weil außer Geschlecht und ungefährem Alter kein Zusammenhang zwischen den Opfern sichtbar war, die verschiedensten Berufe, meistens verheiratet, respektable Bürger.
Brannigan: Sagen sie mal, sie sagen das so, als hätten sie was dagegen.
Turnbuckle: Aber nein, auch der Hersteller pornografischer Aufnahmen von kleinen Mädchen kann ein sehr respektabler Bürger sein, ebenso der Vertreiber dieser Literatur nur für Erwachsene, von so einem Geschäftsmann kam doch der Hinweis, er habe unter den ermordeten Männern 3 seiner Stammkunden wiedererkannt, wenn das mein Fall wäre, nur mal angenommen, würde ich in dieser Richtung weitere Nachforschungen anstellen, die vielleicht ergeben können, daß unter den Opfern 2 weitere Kunden.
Brannigan: Es waren drei.
Turnbuckle: Na sehen sie, ehrbare Bürger mit einer Neigung zu schmutzigen kleinen und in der Regel ungefährlichen Lastern, wenn sich nun aber der Mitternachtswürger, wenn er sich also berechtigt, möglicherweise sogar ausersehen fühlt, diese spezielle Sünde zu rächen.
Brannigan: Dann hält er jedenfalls die Polizei für verdammt dämlich, die einschlägigen Örtlichkeiten haben wir schon seit 2 Tagen unter Beobachtung und wir haben sie geschnappt.
Turnbuckle: Ja Sir, bitte wäre es vielleicht möglich das Fenster zu öffnen, also die Luft hier.
Brannigan: Ist ihnen doch nicht etwa zu heiß geworden.
Turnbuckle: Dürfte ich wenigstens mein Taschentuch, es steckt in meinem Mantel, der dahinten hängt, meine Rechte als Verhafteter.
Brannigan: Jajaja machen sie, machen sie, aber keine dummen Tricks.
Turnbuckle: Ich bitte sie Sir.
Brannigan: Was ist das, was haben sie denn da gerade so schnell wieder weggesteckt, holen sies wieder raus, raus raus raus und keine falsche Bewegung so und jetzt her zu mir.
Turnbuckle: Ja ich weiß wirklich nicht, ich bin sprachlos.
Brannigan: Das wäre aber glatt ein Wunder, geben sie mal her, ach schau an, schau an, ein Stempel, gehört das auch zur Ausrüstung eines Privatdetektivs, ach lesen sie doch das mal vor.
Turnbuckle: Sünder müssen büßen, darf ich mich setzen Sir.
Brannigan: Ja gute Idee setzen wir uns.
Turnbuckle: Ich muß ihnen wohl ein Geständnis machen, mein Name ist in der Tat Henry Turnbuckle, aber ich bin kein Privatdetektiv.
Brannigan: Das war mir klar.
Turnbuckle: In wirklichkeit gehöre ich der Polizei von Milwaukee an, wenn auch im Augenblick auf Fortbildungsurlaub und bevor sie mich wieder anbrüllen rufen sie bitte Captain Johnson an, das ist mein Vorgesetzter.
Turnbuckle: Natürlich wird jetzt Captain Brennigan mit dem reizbaren Temperament erst mal gehen und meine Angaben überprüfen, aber mein Problem ist damit nicht gelöst, mein Problem, vielleicht war es einfach das, Polizist sein und das in Milwaukee.
Ralph: Ist der Bericht da, ja und, ah Herzschlag ganz eindeutig, dann können wir Henrys raffinierte Giftmordtheorie vergessen, ist auch nicht der Stil der Leute hier, ok bis später, und was willst du mit diesen Zeitungsausschnitten, neue Kochrezepte.
Turnbuckle: Ralph, in den letzten 5 Monaten sind hier 4 Frauen eines gewaltsamen Todes gestorben, ich bin überzeugt, daß sie von ein und demselben Mann ermordet worden sind.
Ralph: Aber Henry, jedesmal wenn uns ein Serienmörder unterkam, dann ist er noch immer so aufmerksam gewesen, uns entweder vor oder nach dem Mord Briefe zu schicken.
Turnbuckle: Paß auf, jedes der Opfer war reich, nicht mehr ganz jung, verheiratet, und jedes mal hatte der Ehemann ein perfekte Alibi für die Tatzeit, Thompson ein Festessen, Whitecliff eine Bridgepartie, Kerny eine Vorstandssitzung und Tressel eine Partie Golf, diese Umstände werden in den Zeitungsberichten erwähnt, weil vermutlich im Fall von Gattenmord jeder automatisch den Ehemann verdächtigt und der Verdacht sollte wohl erst gar nicht aufkommen.
Ralph: Meine Frau ist beim Aquarellkurs und Henry hat mich zum Abendessen eingeladen ja machs gut.
Turnbuckle: Ralph, vier Morde an vier reichen Ehefrauen und vier Ehemänner mit perfekten Alibi das ist doch einfach vielzuviel zufall, um wahr zu sein.
Ralph: Und meinst du die sind alle von einem Verrückten umgebracht worden, der was gegen reiche Hausfrauen hat.
Turnbuckle: Aber nein Ralph, auch nicht von überraschten Einbrechern wie die Kolle-gen meinen, ich bin sicher dahinter steckt ein gekaufter, ein professioneller Mörder.
Ralph: Henry, mir ist auch etwas aufgefallen, jedes der Opfer wurde in einem Vorort ermordet, mit anderen Worten, das ist nicht unser Revier.
Turnbuckle: Ich rede mit Captain Johnson und zwar sofort.
Ralph: Gut, dann kannst mir heute abend erzählen was er gesagt hat.
Turnbuckle: Wir wollen doch den Kollegen auch noch ein bißchen Arbeit übriglassen, Henry hat er gesagt, haben wir vielleicht etwas gegen reiche Villenbesitzer, Eigentum ist Diebstahl, meint Marx, meint Turnbuckle das auch, hat er gesagt.
Ralph: Dein Gulasch schmeckt ausgezeichnet Henry.
Turnbuckle: Das hier ist kein Gulasch sondern ein Boeuf Stroganoff, und das Zitat ist nicht von Marx sondern von Trudeau, irgendwie tut er mir leid.
Ralph: Was wer.
Turnbuckle: Johnson ein Gefangener seiner Rolle als Vorgesetzter, vielleicht sogar heimlich hoffend, ein Mann wie ich bereit ganz allein.
Ralph: Was immer du vorhast Henry, erwarte nicht daß ich dir.
Turnbuckle: Ich sagte alleine Ralph, und morgen ist mein freier Tag.
Turnbuckle: Tja wie würde Henry Turnbuckel von Beruf Killer auf Mordkundenfang gehen, man platzt ja wohl nicht einfach in Büros oder Sitzungszimmer und erkundigt sich ob jemand seine Gattin aus dem weg geräumt haben möchte, zwangloser, privater muß das gehen, bei einem drink vielleicht, Männer unter sich, tja, hier Tresel hat sich zum Zeitpunkt als seine Frau ermordet wurde, auf dem Golfplatz des Radisoncountryclubs befunden, gibt es einen besseren ort fragt sich Henry der Killer, um sich bei den Reichen anzubiedern, ob so ganz zufällig alle betroffenen Gatten in dem selben Club, ach jetzt ist diese verflixte Pfeife schon wieder ausgegangen, 210.
Angestellter: Radison Country Club.
Turnbuckle: Ja guten abend, ich bin von außerhalb, ich sollte James Whiteclif in seinem Country Club treffen, nur hat Jimmy leider vergessen mir zu sagen welchem Club er angehört, ist denn bei ihnen ein James Whitecliff Mitglied.
Angestellter: Ja, soll ich ihn ausrufen lassen.
Turnbuckle: Nein danke, ich bin ja gleich da, ach übrigens ich glaube da ist noch einer meiner Freunde in ihrem Club, Franklin Coruny.
Angestellter: Ja den hab ich gerade an die Bar gehen sehen.
Turnbuckle: Ah vielen Dank, so jetzt haben wir schon drei, und morgen wird Henry der Polizist Henry den Detektiv direkt in die Höhle des Löwen schicken.
Barkeeper: Tut mir leid daß sie so lange warten müssen Mr.
Turnbuckle: Carsten, Edward Carsten.
Barkeeper: Carsten, unser Geschäftsführer müßte jeden Augenblick zurückkommen, möchten sie vielleicht was trinken in der Zwischenzeit.
Turnbuckle: Ja gern einen kleinen Sherry dry fino bitte.
Barkeeper: Oh da muß ich nachsehen, so was ist hier leider nicht sehr gefragt, nicht einmal mehr bei den Damen.
Turnbuckle: Ich glaube mich zu erinnern daß Mr Thompson gern einen Sherry nimmt.
Barkeeper: Matthew Thompson, nein der trinkt nur den feinsten Maltwhisky.
Turnbuckle: Aha Nr. vier.
Barkeeper: Was sagte sie.
Turnbuckle: Ach vielleicht können sie mir auch weiterhelfen, ich bin kein Mitglied, noch nicht aber es doch da bestimmt rigide Aufnahmebestimmungen.
Barkeeper: Oh nein keineswegs.
Turnbuckle: Nene, ich dachte eher, ich bin doch neu in der Gegend.
Barkeeper: Im Prinzip kommen nur alteingesessene Bewerber zum zug, aber ein bißchen müssen wir wohl auch mit der Zeit gehen, dieser Mr Netterly der letztes Jahr neu aufgenommen wurde, scheint schwer reich zu sein, war aber gerade erst von St Louis zugezogen, ist aber mittlerweile ein beliebter Gesellschafter und hält sich viel im Klub auf.
Turnbuckle: Im moment auch.
Barkeeper: Ja ich glaub er ist da drüben auf der Veranda, da haben wir sie ja unsere letzte Flasche, Cream Sherry.
Turnbuckle: Ach wenn sie doch lieber einen Malt Whisky.
Netterly: Ihnen liegt doch irgendwas auf der Seele alter Junge.
Turnbuckle: Wie kommen sie denn drauf.
Netterly: Sie starren zwischendurch ins leere, seufzen zum steinerweichen, und nicht mal ihr Drink scheint ihnen zu schmecken, immer noch der gleiche seit einer Stunde, also was ist los.
Turnbuckle: Wenn sie mich so direkt fragen, es ist wegen meiner Frau.
Netterly: Aja.
Turnbuckle: Sie treibt sich mit einem andern rum, ich weiß nicht wer er ist, ich weiß nur daß es ihn gibt, und es gibt wohl mehr als nur den einen.
Netterly: Haben sie schon mal an Scheidung gedacht.
Turnbuckle: Scheidung, sie kennen doch unsere Gesetze, das Aas würde mich ausnehmen wie eine Weihnachtsgans, als ich sie kennenlerne, habe ich sie praktisch in der Gosse aufgelesen, meine Familie mochte sie nicht, niemand mochte sie, ich wollte ja nicht hören, jetzt isses zu spät.
Netterly: Nanana.
Turnbuckle: Was würde ich nicht tun um sie wieder loszuwerden, manchmal kommen mir so wahnsinnige Ideen wie ein Gewehr zu nehmen und ihr eine Kugel durch den Kopf zu jagen.
Netterly: Das halte ich für keine gute Lösung ihres Problems, es sei denn sie sitzen gerne hinter Gitter.
Turnbuckle: Sie kennen nicht ganz zufällig so jemand den man anheuern könnte, daß er meine Frau umbringt.
Netterly: Das ist doch wohl nicht ihr ernst.
Turnbuckle: Und ob ich würde jedem glatt 50000 Dollar bezahlen, der das endlich besorgt, es muß doch irgendwo irgendsojemand geben und den werde ich weißgott ausfindig machen, schönen Tag noch.
Netterly: Moment, bleiben sie sitzen, sie sollten mit sowas kein scherz treiben.
Turnbuckle: Das tu ich auch nicht, weiß gott nicht.
Netterly: Der Alkohol kanns ja wohl nicht sein.
Turnbuckle: Nein, 50000 in bar.
Netterly: Tja vielleicht wüßte ich wirklich jemand.
Turnbuckle: Ausgezeichnet und wer.
Netterly: Ich.
Turnbuckle: Ich hab natürlich im moment leider nicht so viel Geld bei mir.
Netterly: Das hab ich auch nicht erwartet.
Aber ich kann es besorgen, wir treffen uns dann heute nachmittag um 2 wieder hier.
Netterly: Ich werde sie erwarten.
Ralph: Henry, ich sollte dir nicht helfen und eigentlich tu ich es ja auch nicht, aber ist das was du wolltest.
Turnbuckle: Genau ein Tonbandgerät das haarscharf und auffällig in die Brusttasche meiner Jacke paßt.
Ralph: Das Mikrophon steckt hier im Botton des internationalen Rotarylubs, gott schütze dich mein Sohn.
Turnbuckle: Ach Mr Netterly haben sie vielleicht die genaue Uhrzeit.
Netterly: Genau 2 Uhr und eine halbe Minute.
Turnbuckle: Danke, ach jetzt hab ich die Datumsanzeige erwischt, diese modernen Apparate aber auch, heute ist doch der 15. September.
Netterly: Der 15. September 1979.
Turnbuckle: Also dann zum geschäftlichen, sie haben es sich doch nicht etwa anders überlegt.
Netterly: Neinnein.
Turnbuckle: Sie haben immer noch vor, Mrs Edwarda Carston, meine Ehefrau für mich umbringen.
Netterly: Ja.
Turnbuckle: Und sie wollen dafür 50000 Dollar haben.
Netterly: 50000 sie sagen es.
Turnbuckle: Gut, Mr Netterly ich verhafte sie.
Mr Carston, ich verhafte sie wegen Anstiftung zum Mord an ihrer Ehefrau, widerstand ist zwecklos, hinter ihnen stehen noch zwei Kollegen in zivil, Mr Netterly hat mit einem versteckten Tonbandgerät die gesamte Unterhaltung aufgezeichnet, noch mal vielen dank für ihre Wachsamkeit und ihre mutige Mithilfe, Mr Netterly.
Netterly: War mir ein vergnügen, sowas darf doch nicht frei herumlaufen.
Turnbuckle: Meine Herren ich glaube wir sind alle Opfer eines Mißverständnisses, ich habe keine Frau und heiße auch nicht Carson, in wirklichkeit bin ich zufällig Sergeant bei der Kriminalpolizei von Milwaukee, ein Kollege also, hier meine Dienstmarke.
Interessant und wer sagt mir daß diese Brieftasche mit der Marke nicht gestohlen ist und selbst wenn sie wirklich dieser Turnbuckle sind, wieso treiben sie sich dann in unserem Revier herum, sind sie der Meinung daß wir mit unserer Arbeit allein nicht fertig werden.
Turnbuckle: Im moment sind ungefähr 3 dutzend neugierige Augen auf uns gerichtet, können wir das nicht an ein ruhigeren Plätzchen besprechen.
Turnbuckle: Ehrlich gesagt ich hatte von den Kollegen etwas mehr Selbstbewußtsein erwartet, aber anstatt mit mir zu verhandeln haben sie Captain Johnsen hergeholt.
Ralph: Henry mach bitte die Musik etwas leiser.
Turnbuckle: Und morgen melden sie sich zur Entgegennahme einer angemessenen Disziplinarstrafe in meinem Büro, Turnbuckel.
Ralph: Ach was Johnson wird dir schon nicht den Kopf abreißen, du hast schließlich auch gute Arbeit geleistet in der Vergangenheit, der Fall Derows, der Pizzamörder, die Carrtrid Juwelen.
Turnbuckle: Freut mich daß du das auch so siehst.
Ralph: Und du hast uns mit deiner art zu denken schon oft auf eine Spur gebracht, die haarscharf neben der richtigen lag, gibt Henry ein paar Fakten und etwas Zeit und er wird einen Sturm entfesseln, sag ich immer.
Turnbuckle: Du sagst auch immer, als Henry noch zu Schule ging hat er aus einem einzigen Knochen ein Dinosaurier rekonstruiert.
Ralph: Genau, nur das das eigentlich ein Pterodactylus war.
Turnbuckle: Das mußtest du natürlich auch Vivian Derows erzählen.
Ralph: Bei der warst du doch sowieso untendurch nachdem du ihren Lieblingsonkel als Erpresser entlarvt hast oder beinahe hättest, er deduziert und deduziert 98% eines Sachverhalts und dann stolpert er immer über die restlichen 2 %.
Turnbuckle: Mein lieber Ralph, ein übersensibler Freund könnte jetzt glauben eine feine Ironie zu spüren.
Ralph: Ja Henry Turnbuckel Holmes und die restlichen 2 %
Turnbuckle: Ralph es wir kommen der Tag des Gerichts.
Ralph: Du erinnerst mich an etwas, meine Frau wartet mit dem abendessen.
Turnbuckle: Henry der killer.
Ralph: Was.
Turnbuckle: Turnbuckle.
Ralph: Henry du hast es wieder mal geschafft.
Turnbuckle: Nicht so laut, weißt du eigentlich wie spät es ist.
Ralph: Henry, der Ehefrauenmörder du hast ihn uns ans Messer geliefert.
Turnbuckle: Also doch dieser widerliche Natterly.
Ralph: Nein, Ben Casterbridge.
Turnbuckle: Ben Casterbringe.
Ralph: Also paß auf, also du im country club abgezogen warst, ging Captain Johnson noch mal schnell an die Bar, er erkannte den Barkeeper, und es fiel ihm ein, daß er immer noch auf Bewährung draußen war, und wenn du unter bewährung stehst gibt es einen job den du nicht annehmen darfst.
Turnbuckle: Nämlich Barkeeper.
Ralph: Johnson gab sich also zu erkennen, der Barkeeper wurde weiß wie die Wand, fing an zu zittern, ne richtige überreaktion, also dachte johnson, da könnte noch mehr dahinter stecken und knöpfte ihn sich vor, der Mann verhaspelte sich von hinten bis vorne, rutsche ihm sein paar sachen raus und zum guten schluß plauderte er.
Turnbuckle: Alles klar und der Barkeeper heißt Ben Casterbridge.
Ralph: Nein Charly Stevens.
Turnbuckle: Und wer bitte ist Ben Casterbridge.
Ralph: Er und Steven waren Zellenachbarn in Wooto und kamen ungefähr zur gleichen Zeit raus, sieht so aus als erzählten die Leute gewöhnlich ihrem Barkeeper mehr als ihrem Psychiater, also Steven sammelte die Informationen und gab sie an Casterbridge weiter, der erledigte den Rest, genau wie du es vermutet hast, ach übrigens der Captain sagt, du kannst die Meldung morgen früh in seinem Büro vergessen, es ist alles vergeben, Henry, hey freust du dich gar nicht, Henry, Henry antworte wenn ich mit die rede, ich habe sie etwas gefragt, Mr Turnbuckle.
Wiggins: Mr Turnbuckle, Mr Turnbuckel ich frage sie ob sie etwas möchten, Kaffee, Zigaretten.
Turnbuckle: Nein nein nein danke.
Wiggins: Wie haben sie das eigentlich mit dem Tag des Gerichts gemeint.
Turnbuckle: Wie bitte.
Wiggins: Sie sagten doch oder sollte ich mich verhört haben.
Turnbuckle: Ausgezeichnet Henry jetzt sitzt du also auf dem Kommissariat unter dem dringenden Verdacht 6 Liebhaber von pornografischer Literatur liquidiert zu haben und redest auch noch mit dir selbst.
Wiggins: Ich glaube ich öffne mal das Fenster, die Luft hier.
Turnbuckle: Vielen dank Sergeant Wiggins.
Turnbuckle: Armer Kerl, sein Blick läßt auf Neigung zu nervösen Kopfschmerzen schließen, irgendwie erinnert er mich, auch einer von den getretenen und beleidigten, die irgendwann wenn das maß voll ist.
Wiggins: Ja wenn das maß voll ist.
Turnbuckle: Ach nichts, könnten sie vielleicht das Radio einschalten.
Wiggins: Gern bis Captain Brannigan zurück ist.
Turnbuckle: Simon und Garfunkel hört man heute nicht mehr oft.
Wiggins: Musik für Tunten und Haschbrüder.
Turnbuckle: Bitte.
Wiggins: Sagt Captain Brannigan, er hält nicht viel von Poesie.
Turnbuckle: Finden sie nicht auch daß das Leben oft eine ganz schön krumme Sache ist und es in Versuchung bringt es gerade zu biegen.
Wiggins: Ein gefährlicher Gedanke finden sie nicht auch.
Turnbuckle: Jetzt reiß dich bloß zusammen, Henry sonst erzählst du ihm noch alles, aber angefangen hat das wirklich ganz harmlos, damals vor einem viertel Jahr, Ralph und ich im Frühdienst dann der Anruf.
Ralph: Danke Doc nur ein einziger Messerstich hat den sofortigen Tot herbeigeführt.
Turnbuckle: Fingerabdrücke auf der Mordwaffe.
Ralph: Keine.
Turnbuckle: Wiliam, Morison, sie können ihn dann wegtragen.
Ralph: Ums Geld scheint es nicht gegangen zu sein, Ringe, Uhr, volle Brieftasche, alles da.
Turnbuckle: Jetzt war ein Kaffee recht 6 Uhr 30, da schau her was da unter der Leiche gelegen hat.
Ralph: Ein Zahnstocher, na ausgezeichnet, es hat schon Fälle gegeben, wo Einbrecher überführt werden konnten weil sie in Äpfel Gebißabdrücke hinterlassen.
Turnbuckle: Hier sind keine solchen Abdrücke drauf, Ralph dieser Zahnstocher wird uns zu unserem Mörder führen.
Ralph: Warum nimmst du an daß er dem Mörder gehört.
Turnbuckle: Ralf das ist alles ein Sache von Beobachtung und Schlußfolgerung, hast du dir die Leiche gut ansehen.
Ralph: Also bitte komm.
Turnbuckle: Ist dir da nicht aufgefallen, daß das Opfer entweder makellose Zähne hatte oder.
Ralph: Bei seinem Alter von 57 wird wohl ein künstliches Gebiß gewesen sein.
Turnbuckle: Und verhält es sich nicht so daß Menschen die künstliches Gebiß tragen auf die Hilfe von Zahnstochern verzichten können.
Ralph: Henry du erschließt mir das völlig neue Welten.
Turnbuckle: Ralf, dein Witz hat was verzweifeltes.
Ralph: Wir müssen jetzt die Küchenchefin des Hotels vernehmen eine Mrs.
Henderson: Henderson, Maggie Henderson, stört es sie wenn ich schon mit dem Kuchenbacken anfange.
Turnbuckle: Nein nein das leben geht weiter.
Henderson: Unsere Gäste stehen früh auf.
Ralph: Wieviele Gäste haben sie hier im Hotel.
Henderson: 28, im moment alles Stammgäste.
Ralph: Sie fanden den Toten als sie heute morgen in die Küche kamen.
Henderson: Ja.
Ralph: Bis wann haben sie gestern abend gearbeitet.
Henderson: Bis um 8 bis alles wieder sauber ist wird es so spät.
Turnbuckle: Moment ihr arbeitstag hat 15 stunden.
Henderson: Nein, nach dem frühstück und mittagessen hab ich ein paar stunden frei.
Turnbuckle: Ich darf wohl annehmen daß gestern als sie nach hause gingen noch keine leiche auf dem boden lag.
Henderson: Ich hab im vierten Stock ein Zimmer ich kam um halb 6 uhr und da hab ich es gesehen.
Ralph: Haben sie was angefaßt.
Henderson: Nein nein ich hab gleich die polizei gerufen.
Ralph: Wie lange arbeiten sie schon für Mr Latimer und sein Hotel.
Henderson: 22 Jahre.
Turnbuckle: Und was wird das wenn fertig ist.
Henderson: Rosinenkuchen mit Zimt.
Ralph: Wer bekommt eigentlich das Hotel nachdem der Besitzer tot ist.
Henderson: Mein Bruder denke ich, er hatte sonst keine Verwandten.
Ralph: Und wo ist dieser Bruder.
Henderson: In der Pension nebenan.
Turnbuckle: Warum wohnt er nicht hier.
Henderson: Wir sind belegt.
Turnbuckle: Nur deshalb.
Henderson: Mr Latimer und sein Bruder kamen nicht besonders gut miteinander aus.
Turnbuckle: Wenn sie sich nicht vertrugen, warum hat sich der Bruder dann ausgerechnet im Nebenhaus eingemietet.
Henderson: Das weiß ich nicht.
Ralph: Hatte Mr Latimer auch seine Wohnung hier im Haus.
Henderson: Ja er bewohnt eine Suite im 3 Stock.
Ralph: Aus welchem Grund könnte er nach 8 uhr abend noch mal in die Küche gegangen sein.
Henderson: Das hat er oft gemacht, er sieht gern nach dem rechten.
Turnbuckle: Latimer kam also nach 8 herunter, wir haben weder Einbruchspuren noch die Spuren eines Kampfes gefunden, Latimer muß den Besucher gekannt haben, und es spricht einiges dafür, daß unser Mörder jemand aus diesem Hotel ist.
Henderson: Haben sie noch Fragen an mich, das Frühstück, die Gäste warten.
Ralph: Frühstück und wer serviert uns Rührei mit Schinken.
Turnbuckle: Du hättest Maggie Henderson nicht so anzustarren brauchen, sie trägt auch eine Zahnprothese, also muß es einer der Gäste sein.
Ralph: Ich seh aber keinen mit nem Zahnstocher im Mund.
Turnbuckle: Ralph.
Ralph: Toast mit Butter wäre auch was.
Turnbuckle: Ralf was geht mit einem Zahnstock einher.
Ralph: Kleines Steak, echte Zähne.
Turnbuckle: Davon abgesehen.
Ralph: Ich gebs auf.
Turnbuckle: Weitere Zahnstocher, ein regelmäßiger Benutzer von hölzernen Zahnstochern muß ständig einen Vorrat bei sich haben.
Ralph: Du meist also wir sollen alle durchsuchen und wer Zahnstocher hat ist unser Kandidat.
Turnbuckle: Nein Ralph, das wäre ziemlich mühselig, wir könnten rein logisch die Anzahl der Verdächtigen weiter verringern, im Zeitalter der Gleichberechtigung sieht man auch Damen bei dieser unästhetischen Beschäftigung, aber kannst du dir eine Frau vorstellen die ein Bündel Zahnstocher bei sich trägt.
Ralph: Na gut, dann scheiden Frauen und Männer mit Zahnprothesen aus, was machen wir jetzt, allen Männern in den mund schauen.
Turnbuckle: Das wird nicht nötig sein, tatsächlich kann ich in diesem moment schon unseren Mörder bestimmen, Ralph beiß jetzt bitte nicht in das Tischtuch, sondern hör mir zu wenn du einzelne Zahnstocher mit dir führest wo würdest du sie aufbewahren.
Ralph: Also wenn ich mirs gründlich überlegen in der Tasche.
Turnbuckle: Richtig aber nicht in der Gesäßtasche, denn das würde das hinsetzen zu einem gefährlichen Abenteuer machen, bei den vorderen Hosentaschen würde man noch traumatischere Verletzungen riskieren, bei den Jackettaschen zerstochene Fingerkuppen, also was ist der ideale Aufbewahrungsort für eine chaotische Horde Zahnstocher.
Ralph: Ich hab Hunger.
Turnbuckle: Die Weste, Ralph, ihre Taschen sind ausreichend eng, so daß diese kleinen Schlingel weder durcheinandergeraten noch herausfallen können, außer vielleicht bei einer ungewöhnlichen heftigen Bewegung.
Ralph: Ich verstehe und da nur einer von den Gästen eine Weste trägt, nämlich dieser große Kerl mit den gelben Zähnen und dem ausgesprochen unangenehmen Grinsen, nehme ich an, daß wir ihm jetzt ein paar Fragen stellen müssen ok.
Latimer: Horace Latimer, ich bin sein Bruder, als ich die Polizeiautos hier reinkurven sah, kam ich natürlich rüber um zu sehen was los ist.
Turnbuckle: Wie kamen sie und ihr Bruder miteinander aus.
Latimer: Gar nicht.
Turnbuckle: Sie sind recht offen.
Latimer: Sie hätten ja doch gemerkt, tatsächlich haben wir vergangene Woche das erste mal seit 20 Jahren wieder miteinander geredet.
Turnbuckle: Wieso gerade letzte Woche.
Latimer: Ich war pleite ich hab meine Anstellung verloren und hätte ein kleines Darlehen gebraucht.
Turnbuckle: Und.
Latimer: Er gab mir 50 Dollar und den Rat auf weitere 20 Jahre verschütt zu gehen.
Ralph: Sie verloren ihre Stelle, sagten sie, was war das für eine Tätigkeit.
Latimer: Ich hab bei einer Bootslinie auf dem See gearbeitet, hatte da ne kleine Auseinandersetzung mit einem 3.Offizier und hab ihn versehentlich bißchen angeritzt
Ralph: Sie haben ihren Bruder 20 Jahre lang nicht gesehen, und wurden von ihm nicht mit offenen Armen empfangen, warum haben sie dann sich ausgerechnet in der Pension gegenüber eingemietet.
Latimer: Als ich von Vik wegging, wollte ich noch einen trinken in einer Bar hier in der Nähe, da hab ich gehört daß die einen Barkeeper zur Aushilfe suchen und nahm den Job, und die Pension dadrüben ist die billigste weit und breit.
Turnbuckle: Hatten sie schon mal Probleme mit der Polizei.
Latimer: Ein oder zweimal.
Turnbuckle: Irgendwas schwerwiegendes als angeritzte dritte Offiziere.
Latimer: Vor ein paar Jahren wurde ein Freund von mir erstochen, sie wollten es mir anhängen, aber mein Alibi war bombensicher, ich war bei meiner Freundin Elsie als Jack getötet wurde, sie war bereit das vor Gericht zu beschwören.
Ralph: Und wo waren sie gestern abend, Bier zapfen.
Latimer: Ich hatte Tagschicht, ich war im Bett.
Ralph: Allein.
Latimer: Nein mit Elsie.
Turnbuckle: Oh mir steckt ein Sesamkorn zwischen den Zähnen, sie haben nicht zufällig einen Zahnstocher bei sich.
Latimer: Doch hab ich, geht aufs Haus.
Turnbuckle: Danke Mr Latimer.
Ralph: Verdammt, ich glaub auch daß er es war, wahrscheinlich um das Hotel zu kriegen, aber wenn wir gegen einen Verdächtigen nichts anders in der Hand haben als deine Zahnstocher, schauen wir ziemlich alt aus.
Turnbuckle: Warte, ich gehe noch mal in die Küche, ich hab das Gefühl da finde ich was.
Ralph: Kombination.
Turnbuckle: Intuition.
Ralph: Na prima.
Turnbuckle: O Mrs Henderson, ihr Kuchen duftet ja köstlich, ist er schon fertig.
Henderson: Sie können gerne nachschauen, aber wenn sies genau wissen wollen, müssen sie ihn anpieken.
Turnbuckle: Stimmt, mit einer Stricknadel, haben sie eine.
Henderson: Hygienischer ist es mit einem Zahnstocher, nehmen sie den.
Turnbuckle: Mrs Henderson.
Henderson: Ich hab deswegen immer ein paar in der Schürzentasche.
Turnbuckle: Au verdammt, jetzt hab ich mir die Finger verbrannt.
Henderson: Geben sie her, geben sie her, ja ich hab gesehen, wie sie vorhin den Zahnstocher untersuchen, ihr polizisten und wissenschaftler findet doch sowieso alles raus, also kann ichs gleich hinter mich bringen.
Turnbuckle: Aber warum, warum haben sie ihn umgebracht.
Henderson: Viktor wollte ein Mädchen heiraten, daß er bei der Hoteliertagung in Shyboygan kennengelernt hat, sie ist Kellnerin in einer oben ohne Bar, ich bin seit 22 Jahren hier Köchin und seit 21 Jahren mit Viktor verlobt, gestern abend spülte ich noch ein paar Sachen, als er in die Küche kam, er hatte was getrunken, wie immer wenn er sich Mut machen will, und kam sofort zur Sache, und sagte er wird sie heiraten, weil er verrückt nach ihr ist.
Turnbuckle: Und da griffen sie in einem Anfall wahnsinniger Eifersucht nach dem Brotmesser.
Henderson: Oh entschuldigung, nein nein ich glaub ich hab ihn umgebracht weil er wollte daß ich das Hotel verlasse, er wollte mich nicht mehr in seiner nähe haben, nicht mal als Köchin, er hatte Angst sie könnte das mit uns erfahren und böse werden.
Turnbuckle: 22 Jahre, hat er ihnen nie einen Heiratsantrag gemacht.
Henderson: Nein, er sagte immer er wird mich heiraten wenn ich schwanger bin, an mein 40 Geb als er wieder mal ein bißchen zu viel getrunken hatte da verplapperte er sich und es kam heraus daß er sich vor Jahren sterilisieren hatte.
Turnbuckle: Sie hätten auf der stelle gehen sollen.
Henderson: Ich weiß o der Kaffee ist fertig, es ist mir wirklich zimlich egal was mit mir wird, schlimm ist nur daß ich gegenüber Mandy versagt habe.
Turnbuckle: Wendy.
Henderson: Meine Nichte, die Tochter meiner Schwester, ich hab ihr seit ihr Mann gestorben war die ganze zeit mit geld ausgeholfen damit sie ein bißchen besser leben kann, Mandy war wirklich gut in der Schule, sie hat jetzt angefangen Sexualmedizin zu studieren, Andrologie, nein Männerleiden, ach das Kind, jetzt wird sie nie Ärztin werden, weil ich nichts mehr für sie tun kann, Kaffee, darf ich ihnen einschenken.
Turnbuckle: Sehr gern vielen dank, tja wirklich schade, ich denke aufgrund ihres langjährigen eheähnlichen Verhältnisses mit Viktor sind sie nach unserem Gewohn-heitsrecht seine Frau mit allen Konsequenzen gewesen, und hätten demnach gute Chancen das Hotel zu erben auch gegen die Ansprüche eines entfremdeten Bruders.
Henderson: Ach so, ja was solls, ich habe Viktor getötet und ich glaube nicht daß ein Mörder von seiner Tat auch noch profitieren darf.
Turnbuckle: Wie schrecklich wahr, und so wird Viktors Bruder das Hotel bekommen, Mandy wird sich am besten gleich auf eine Ausbildung als Krankenschwester vorbereiten, und während sie in Taschita hinter Gitter sitzen wird Viktors Bruder 5 Dollar Zigaretten rauchen und sich an die neue Köchin ranmachen.
Henderson: Ja das Leben ist manchmal eine zimlich krumme Sache.
Turnbuckle: Dann muß ich sie jetzt aufs Polizeipräsidium mitnehmen, ein Glück für uns daß sie geständig sind, wir haben nämlich keine brauchbaren Beweise gegen sie.
Henderson: Keine Sorge ich werde behilflich sein.
Turnbuckle: Das sagen sie jetzt, aber ich frage mich, was passieren wird wenn wir erst im Präsidium sind, dort widerrufen sie möglich ihr Geständnis, sie könnten behaupten, durch Einschüchterung dazu gezwungen worden zu sein, oder noch schlimmer, sie hätten überhaupt nie jemanden gegenüber irgendwas gestanden, sie könnten auf den Gedanken verfallen angesichts der Beweislage einfach abzuwarten und ihre Zahnstocher loszuwerden, also dann machen wir uns auf den Weg und nehmen ihr Geständnis auf.
Henderson: Was für ein Geständnis.
Turnbuckle: Sehen sie, ich wußte doch daß es so kommen würde.
Henderson: Möchten sie ein Stückchen Kuchen.
Turnbuckle: Drei wenn sich das machen läßt, eins für mich.
Henderson: Und zwei für ihren hungrigen Freund da draußen.
Turnbuckle: Unlösbare Fälle machen ihn besonders hungrig.
Wiggins: Hungrig, sagten sie hungrig Mr Turnbuckle, ich kann ihnen selbstverständlich belegte Brote holen lassen.
Turnbuckle: Was, nein danke Sergeant Wiggins.
Wiggins: Und sie wollen immer noch keinen Anwalt.
Brannigan: So Wiggums, ich brauch sie jetzt nicht mehr, und nun zu ihnen, ja nun gehen sie schon Wiggums, machen sie sich woanders nützlich, tja ihr Captain Johnson nimmts wohl eher von der humorigen Seite, zur rechten zeit am unrechten Ort und immer in Schlamassel, das ist typisch Henry, und er hat bestätigt, daß sie sich vor einem viertel Jahr auf eigenen Wunsch vom Dienst beurlauben ließen um wieder Student zu spielen.
Turnbuckle: Ich beabsichtige eine Arbeit über polizeiähnliche Organisationen zu schreiben, die Tätigkeit als Privatdetektiv war so eine Art Praktikum.
Brannigan: Ja sehr erfolgreich wie man sieht, gehört das auch zum Praktikum einen Stempel wo draufsteht Sünder müssen büßen in der Tasche rumzutragen.
Turnbuckle: Weiß hier noch jemand außer ihnen daß sie vorhin das ding bei mir gefunden haben.
Brannigan: Nein.
Turnbuckle: Sehr gut, vielleicht glauben sie jetzt einem ehemaligen Kollegen, dieser Stempel war nicht in meiner Manteltasche, bevor ihre Leute mich in der Garage abgefangen haben, danach wurde ich von ihnen allerdings dauernd rumgeschubst und befingert.
Brannigan: Wollen sie sich beschweren.
Turnbuckle: Gott behüte nein, ich ziehe daraus lediglich die Schlußfolgerung, daß nur ein Angehöriger dieser Personengruppe mir den Stempel in die Tasche praktiziert haben kann.
Brannigan: Aber warum sollte jemand auf so eine Schnappsidee kommen.
Turnbuckle: Der Mitternachtswürger hat bemerkt daß sie ihm auf den Fersen sind, und er nutzte die durch meine Verhaftung gebotene Gelegenheit einen anderen zu belasten.
Brannigan: Wollen sie etwa damit sagen daß einer meiner Leute.
Turnbuckle: Die Logik erlaubt leider nur diesen einen Schluß Captain Brennigan.
Brannigan: Wie wärs denn dann mit mir.
Turnbuckle: Nein sie muß ich ausschließen, sie hatten keinerlei Gelegenheit.
Brennigan: Wegen ihrer Logik soll ich also jetzt ein dutzend diensttuender polizisten überprüfen.
Turnbuckle: Das wird nicht nötig sein, ich habe einen anderen Vorschlag, machen sie jetzt so schnell und so gründlich wie möglich im ganzen Haus bekannt, daß man statt des Würgers versehentlich einen Kollegen geschnappt hat, dann laden sie mich als Entschädigung in die Kantine ein, nur zum schein, ich zahle mein Sherry natürlich selbst, meinen Mantel lassen wir hier hängen, und ich stecke den Stempel jetzt wieder in die Tasche, einen kleinen Privatdetektiv zum Sündenbock zu machen ist eine sache, einen polizisten eine andere, ich bin sicher während unserer abwesenheit wird derjenige der mir den Stempel in die Tasche getan hat, versuchen ihn unbemerkt wieder herauszuholen.
Brannigan: Ok aber nur weil Captain Johnson gesagt hat trotz allem hätten sie manchmal so einen Riecher, Higgings, Mccarseon, Endemy, wißt ihr wen ihr mir da eingefangen habt, der Kerl ist polizist, ja polizist, sagt es ihn nur weiter den anderen Kollegen, diesen Pfeifen die an diesem Einsatz beteiligt waren, ein Kollege.
Turnbuckle: Mein Kopf.
Wiggins: Mr Turnbuckle.
Turnbuckle: O Sergeant Wiggums.
Wiggins: Ich wollte ihnen nur gratulieren, sie sind ja jetzt ein freier Mann, hier ihr Mantel, ich darf ihnen hineinhelfen.
Turnbuckle: O danke nein, ich wollte ja eigentlich nur.
Wiggins: Bittesehr, moment ihr Gürtel, er hat sich verdreht.
Turnbuckle: Sergeant Wiggums, oh nein.
Wiggins: Was bitte sir.
Turnbuckle: Ich gestehe daß ich eine Sekunde lang noch glauben wollte, es bereite ihnen vielleicht ein kleines Vergnügen unter dem vorwand, seinen Mantel zurechtzurücken, einen andern Mann heimlich zu befingern.
Wiggins: Was erlauben sie sich.
Brannigan: Keine falsche Bewegung Wiggums und den Stempel da auf den Tisch schau an, Wiggins die alte Trauerweide, manchmal hab auch ich so einen Riecher.
Wiggins: Sünder müssen büßen, oja es wird kommen der Tag des Gerichts, der Herr ließ Pech und Schwefel regnen über Sodom und Gomorra.
Eben und diese Drecksarbeit sollte man ihm besser selbst überlassen.
Brannigan: Sonst noch was Wiggums.
Wiggins: Ja einen Anwalt.
Ralph: Und Henry, Captain Johnson ist völlig aus dem Häuschen, wegen deinem Erfolg mit dem Mitternachtswürger, er hat gemeint, nachdem dein incognito als Privatdetektiv sowieso geplatzt ist, ob du dir das noch mal überlegen willst mit dem studieren.
Turnbuckle: Es gibt Zeiten da denke ich das ganze Universum ist eine Illusion, und ich bin der einzige dem man nichts davon gesagt hat.
Ralph: Weißt du was, meine Frau ist dieses Wochenende auf einem Yogakurs, ich bin in einer halben Stunde bei dir, dann erklärst du mir das noch mal in aller Ruhe.
Henry Turnbuckle: Jochen Busse
Ralph: Michael Hinz
Captain Brannigan: Michael Mendl
Sergeant Wiggins: Herbert Weicker
Barkeeper: Michael Schwarzmeier
Netterly: Jochen Striebeck
Maggie Henderson: Ilse Neubauer
Horace Latimer: Hartmut Becker
Kriminalpolizist und Angestellter: Hubert Mulzer
An- und Absage: Beate Himmelstoß
Henry
Slesar,
Genau die richtige Art von Haus
Eingetragen am 02. September 2025
Henry Slesar: Genau die richtige Art von Haus (WDR 1965)
Sally: Dadadabadada, hu-la…
Hacker: Sally.
Sally: Hu-la, lalala...
Hacker: Sally, bitte hören Sie gefälligst mit dem Geplärre auf, das macht einen ganz krank.
Sally: Ja, Mr. Hacker.
Hacker: Machen Sie mal ein Fenster auf, die Luft ist ja zum schneiden.
Sally: Das kommt von Ihrer Zigarre, Mr. Hacker.
Hacker: Reden Sie nicht, reden Sie nicht, bedienen Sie lieber das Telefon.
Sally: Ja, Mr. Hacker, hier Maklerbüro Hacker…ja…ja…bei 30 Grad im Schatten, nein, nein, Idiot.
Hacker: Sind Sie immer so höflich zu meinen Kunden?
Sally: War kein Kunde.
Hacker: Wer war’s denn?
Sally: Heizölfirma.
Hacker: Was wollte die denn?
Sally: Öl verkaufen.
Hacker: Was, Heizöl bei der Hitze, Idiot.
Sally: Hab ich doch gesagt, hida...badadada...
Hacker: Ein fremder Wagen.
Sally: Häh?
Hacker: Fährt ganz langsam, sehen Sie mal, New Yorker Nummer dem gelben Rechteck nach zu urteilen.
Sally: Sagen Sie bloß, wir kriegen Kundschaft.
Hacker: Sieht fast so aus, der, der scheint jemand zu suchen, tatsächlich, der hält vor unserm Haus.
Sally: Auch das noch.
Hacker: Na los, Sally, tun Sie so, als hätten Sie was zu tun.
Sally: Was denn Mr. Hacker, Whisky holen oder.
Hacker: Nein, was geschäftliches natürlich, spannen Sie einen Bogen in die Maschine und tippen Sie.
Sally: Was denn, richtig arbeiten.
Hacker: Und machen Sie das Radio aus, los, los.
Sally: Jajajajaja...
Hacker: Bewegen Sie sich ein bißchen.
Sally: Schön, schön spielen gut gehendes Geschäft.
Hacker: Ja, na, etwas schneller.
Sally: Was soll ich denn nur tippen, Mr. Hacker?
Hacker: Von mir aus das Alphabet vorwärts und rückwärts, Hauptsache, es hört sich nach Arbeit an.
Sally: OK.
Hacker: Na schneller, können Sie nicht ein bißchen schneller.
Sally: Ja.
Hacker: Ja.
Waterbury: Mr. Hacker?
Hacker: Ja, Sir. Hacker, Haus- und Grundstücksmakler, was kann ich für Sie tun?
Waterbury: Ich hab hier in dieser Zeitung Ihre Anzeige gefunden.
Hacker: Ja, ich setze jede Woche ein Inserat ein, hin und wieder inseriere ich sogar in der Times.
Waterbury: Soso.
Hacker: Ja, die, eine Menge Leute aus der Großstadt interessieren sich nämlich für Städte wie, wie unser kleines Ivy Corners, Mr.
Waterbury: Waterbury, darf ich mich setzen.
Hacker: Bitteschön.
Waterbury: Danke.
Hacker: Nehmen Sie Platz, Mr. Waterbury, ja, gerade diese kleinen idyllischen Städte sind jetzt sehr beliebt, hehehe, nicht wahr, stimmt’s Sally.
Sally: Sagten Sie was, Mr. Hacker?
Hacker: Ja, ich sagte was, ich sagte, daß grade Leute aus der Großstadt solche kleinen idyllischen Städtchen wie unseres sehr lieben.
Sally: O ja, Mr. Hacker, die Leute sind ganz versessen drauf.
Hacker: Ja, schon gut, Sally, schreiben Sie weiter.
Waterbury: Ich hab nicht viel Zeit, kommen wir gleich zum Geschäftlichen.
Hacker: Ist mir recht, Sir, ähm, Sally, Sally?
Sally: Ja, Mr. Hacker?
Hacker: Hören Sie endlich mit dem verdammten Geklapper auf.
Sally: Ja, Mr. Hacker.
Hacker: Also, ist es irgend ein spezielles Grundstück, für das Sie sich interessieren, Mr. W...
Waterbury: Waterbury, ja, es handelt sich um ein Haus, das am südlichen Stadtrand liegt, ganz genau gegenüber einem alten Bau.
Sally: Ach, das Kühlhaus.
Waterbury: Ja, was dieser Bau darstellt, weiß ich nicht, es steht leer.
Hacker: Südlicher Stadt, Sie meinen sicher das Kühlhaus, ja dieses, äh dieser leerstehend, leerstehende Bau ist das Kühlhaus, nicht wahr, Sally.
Sally: Ja, richtig.
Hacker: Und das andere, sagen Sie, war das ein Haus, etwa so ein altes Haus mit Säulen und.
Waterbury: Ja, es hatte Säulen.
Hacker: Und eine Veranda davor, so eine alte hölzerne Veranda und rund herum so ein verwilderten Garten, meinen Sie das Haus.
Waterbury: Die Beschreibung paßt genau, das ist das Haus, das ich meine, also, wie steht es damit, soweit ich mich erinnere, habe ich irgendwo eine Tafel „Zu verkaufen“ gesehen, aber 100prozentig weiß ich es nicht.
Hacker: Doch doch, da können Sie schon recht haben, also so ein Haus möchten Sie haben.
Sally: Wie wär’s denn mit dem Bungalow, Chef?
Hacker: Moment, gut, da könnte, da könnte ich Ihnen schon was anbieten, beispielsweise 6 Zimmer, 2 Bäder, Swimmingpool und einen sehr gepflegten Park.
Waterbury: Was faseln Sie da von Swimmingpool?
Hacker: Also kein Swimmingpool, bitte sehr, bitte, dann vielleicht äh ein Waldgrundstück, Blockhaus, 5 Zimmer, eigenes Jagd.
Waterbury: Mr. Hacker, hören Sie zu, ich habe Sie nicht nach irgendeinem Haus gefragt, sondern nach dem Haus mit den Säulen und der Veranda davor.
Hacker: Aber lieber Mr. Waterbury, das ist doch kein Haus für Sie.
Waterbury: Überlassen Sie das gefälligst mir.
Hacker: Bitte, bitte, schön, Sally, bitte die Akte Grimes, bitte bißchen schneller, ja, ich werde es Ihnen zeigen, Mr. Waterbury, aber ich garantiere Ihnen, daß Sie das Haus nicht kaufen werden.
Sally: Bitte sehr, Mr. Hacker, Grimes, hier ist die Akte.
Hacker: Na, dann wollen wir mal sehen. Aber vielleicht ist es am besten, Sie lesen es selber, Mr.
Waterbury: Ja gut, geben Sie her, aha, echter Kolonialstil, 8 Zimmer, 2 Bäder, automatische Ölheizung, geräumige Veranden, Bäume und Sträucher, Geschäfte und Schulen in der Nähe, aber was wollen Sie eigentlich, Mr. Hacker, hört sich doch alles wunderbar an.
Hacker: Ja, lesen Sie nur weiter.
Waterbury: Gepflegtes ruhiges Wohnviertel ohne Industrie, kein Gegenüber, Preis 75...75.000 Dollar, das, das, Sie sind wohl nicht recht bei Trost.
Hacker: Na, was habe ich gesagt, immer noch interessiert?
Waterbury: Steht das Haus auf einer Ölquelle oder was ist los damit.
Hacker: Ohoho, Sie meinen, weil es so teuer ist.
Waterbury: Na was wohl sonst, ja.
Hacker: Das ist es doch gerade, seit 5 Jahren habe ich das Haus an der Hand, nicht wahr, Sally.
Sally: Jaja.
Hacker: Seit 5 Jahren, ich will gern verkaufen, das ist doch mein Beruf, nur zu gern, davon leb ich doch, aber bisher hat sich noch kein Käufer gefunden, der bereit ist, ganze 75.000 Dollar für das Haus zu bieten.
Sally: Nicht einer.
Hacker: Keiner, mit einem Wort, aber Mrs. Grimes läßt einfach nicht mit sich reden.
Waterbury: So, sie läßt nicht mit sich reden, hat sie vielleicht einen besonderen Grund, wer ist diese Mrs. Grimes eigentlich.
Sally: Die Hausbesitzerin.
Hacker: Die Hausbesitzerin, ich glaube, ich glaube, es ist am besten, ich erzähle Ihnen mal alles von Anfang an.
Waterbury: Tun Sie das, Mister, wenn ich kaufen soll, muß ich alles genau wissen, ganz genau sogar.
Hacker: Mrs. Grimes, die Hausbesitzerin also, ist eine sehr nette alte Dame, vor 5 Jahren, als ihr Sohn starb, entschloß sie sich, das Haus zu verkaufen, nicht wahr, Sally, den Auftrag dazu gab sie mir, ich wollte gar nicht, wirklich nicht.
Sally: Das stimmt, das stimmt.
Hacker: Ich wollte gar nicht, nicht wahr, Sally, Mr. Waterbury, das hab ich ihr auch mitten ins Gesicht gesagt, der alte Kasten ist doch niemals 75.000 Dollar wert, Sie können es mir glauben, ich verstehe was von Häusern.
Sally: Also da können Sie ganz sicher sein, der Chef, der versteht was von Häusern.
Hacker: Ganz ganz sicher sein, keine 10.000 ist es wert.
Waterbury: So, keine 10, und sie will 75. haben.
Hacker: Ja, fragen Sie mich nicht, warum, das Haus ist nämlich wirklich alt.
Sally: Ein ziemlich alter Kasten, unter uns gesagt.
Hacker: Ja aber nicht so wie die anderen, die solide wie auf Fels gebaut sind, einfach alt ist es, nichts weiter, außerdem ist nie etwas gegen Termiten getan worden, in den nächsten paar Jahren kommt bestimmt ein Balken und dann klappt der nächste runter, zudem stehen die Kellerräume die halbe Zeit unter Wasser.
Sally: Na, da brauchen Sie keinen Swimmingpool, ne?
Hacker: Die erste Etage ist auf der einen Seite gut 20 cm abgesackt, und das Grundstück ist der reinste Urwald.
Waterbury: Ja, weshalb verlangt sie dann so viel dafür.
Hacker: Fragen Sie mich nicht, vielleicht Gefühl, für Tradition, seit dem großen Krieg ist das Haus im Besitz der Familie, kann sein, daß das der Grund ist.
Waterbury: Ja, das kann natürlich sein, ach, und dabei gefällt es mir so gut, es ist, ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, es ist genau die richtige Art von Haus für mich.
Hacker. Ich weiß, was Sie meinen, ein freundliches altes Haus, und für 10.000 Dollar wäre es auch ein guter Kauf, aber 75, hahaha.
Waterbury: Ich fahr mal hin zu der alten, werd mal mit ihr reden.
Hacker: Ich werde bei Mrs. Grimes anrufen und sie auf Ihren Besuch vielleicht vorbereiten.
Waterbury: Meinetwegen, also bis später.
Waterbury: Genau die richtige Art von Haus ist das.
Grimes: Ah, Sie sind sicher Mr. Waterbury, Mr. Hacker hat Sie schon angekündigt.
Waterbury: Ja, der bin ich, guten Tag, Mrs. Grimes, wie geht es Ihnen?
Grimes: Ich bin zufrieden, wahrscheinlich möchten Sie hereinkommen.
Waterbury: Wenn ich darf, es ist nämlich schrecklich heiß hier draußen.
Grimes: Oh, aber bitte, mein lieber, bitte, kommen Sie, so, ich habe schon Limonade in den Kühlschrank gestellt, aber eins muß ich Ihnen gleich sagen, Mr. Waterbury, ich lasse mich auf keinen Handel ein, nein, zu diesen Leuten gehöre ich nicht.
Waterbury: Aber ich will doch gar nicht mit Ihnen handeln, Mrs. Grimes.
Grimes: So, bitte hier herein.
Waterbury: Danke.
Grimes: Bitte, Mr. Waterbury, nehmen Sie Platz, ich setze mich gleich wieder in meinen Schaukelstuhl, da sitze ich nämlich am bequemsten.
Waterbury: Darf ich Ihnen behilflich sein.
Grimes: Nein danke, das kann ich recht gut alleine, sonst ist ja auch niemand hier, der mit hilft.
Waterbury: Schön dunkel und kühl ist es hier, eine richtige Wohltat.
Grimes: Also, was führt Sie her, Mr. Waterbury.
Waterbury: Tja, ja da dann will ich es mal folgendermaßen ausdrücken, Mrs. Grimes, ich bin Geschäftsmann, Junggeselle dazu.
Grimes: O wie schön.
Waterbury: Ja, ich habe schwer gearbeitet und dabei ein hübsches kleines Vermögen gemacht, und jetzt möchte ich mich zur Ruhe setzen, am liebsten an einem Ort, wo es ganz ruhig ist, Ivy Corners gefällt mir, ja, vor einigen Jahren bin ich einmal hier durchgekommen, und zwar auf dem Wege nach, nach Albany, und damals habe ich mir gesagt, hier möchte ich leben, einmal so richtig ausspannen.
Grimes: Und.
Waterbury: Ja, und als ich heute durch diese Stadt fuhr und dieses Haus hier sah, da, da war ich begeistert, es scheint für mich genau richtig zu sein.
Grimes: Mir gefällt das Haus auch, Mr. Waterbury, und deshalb verlange ich auch einen angemessenen Preis dafür.
Waterbury: Einen angemessenen Preis, Sie müssen doch zugeben, Mrs. Grimes, daß ein Haus dieser Art heutzutage nicht mehr als.
Grimes: Mr. Waterbury, Sie schlimmer Sie, Sie sollen doch nicht mit mir streiten.
Waterbury: Aber liebe Mrs. Grimes.
Grimes: Jaja, Sie streiten mit mir, und in diesem Punkt, da bin ich nun etwas eigensinnig, ich habe einen Preis für das Haus festgesetzt, und wenn Sie den nicht bezahlen wollen, brauchen wir uns gar nicht mehr darüber zu unterhalten, dann sprechen wir vom Wetter.
Waterbury: Aber Mrs. Grimes, ich meinte doch nur, es wäre vielleicht.
Grimes: Kein Wort mehr von dem dummen Haus, mein Lieber, wollen wir ein bißchen in den Garten gehen?
Waterbury: Noch einen Moment, Mrs. Grimes, bitte, noch einen kleinen Moment, ich weiß, daß es verrückt ist, aber, also gut, Mrs. Grimes, ich bin einverstanden, ich zahle den Preis, ich zahle, was Sie verlangen.
Grimes: So, haben Sie sich das auch genau überlegt, Mr. Waterbury?
Waterbury: Ja, das habe ich, Geld habe ich genug, wenn Sie unbedingt Ihren Willen haben wollen, bitte, ich bin einverstanden.
Grimes: Sie wollen mir wirklich 75.000 Dollar bezahlen.
Waterbury: Da Sie darauf bestehen, nun gut, ich, das Haus gefällt mir nun mal, ja, es gefällt mir wirklich.
Grimes: Das freut mich, nun, die Limonade ist jetzt bestimmt kalt genug, ich hole Ihnen ein Glas.
Waterbury: Sehr freundlich.
Grimes: Und dann möchte ich Ihnen einiges über dieses Haus erzählen.
Waterbury: Puh, diese Affenhitze, auf die Dauer hält das kein Mensch aus.
Grimes: So, Mr. Waterbury, hier ist Ihre Limonade.
Waterbury: Vielen Dank.
Grimes: Ich habe noch Eiswürfel hinein getan.
Waterbury: Oh, danke, Mrs. Grimes, danke, sehr liebenswürdig, oh, das tat gut.
Grimes: Dieses Haus befindet sich seit 1802 im Besitz meiner Familie, rund 15 Jahre vorher war es gebaut worden, mit Ausnahme meines Sohnes Michel wurde jedes Mitglied meiner Familie in dem oben liegenden Schlafzimmer geboren.
Waterbury: Na ja, da hängt man natürlich an so einem Haus.
Grimes: Und außerdem liebe ich dieses Haus, verstehen Sie mich.
Waterbury: Natürlich, Mrs. Grimes, ich verstehe Sie ja so gut.
Grimes: Michels Vater starb, als Michel 9 war, damals hatten wir es sehr schwer, ich übernahm Näharbeiten, dann starb mein Vater, er hinterließ mir eine kleine Jahres-rente, von der ich heute lebe, nicht gerade großartig, aber ich komme zurecht, Michel vermißte seinen Vater sehr, vielleicht sogar mehr als ich es tat, und im Laufe der Zeit wurde er, Gott ja, wild ist das einzige Wort, das einem dabei einfällt, verstehen Sie.
Waterbury: Die Jugend.
Grimes: Ja, als er das Examen an der Highschool gemacht hatte, verließ er Ivy Corners und ging in die Stadt, gegen meinen Willen, Mr. Waterbury, gegen meinen Willen, damit kein Irrtum entsteht.
Waterbury: In dem Alter weiß man das Gute meistens noch nicht zu schätzen.
Grimes: Er war wohl so, wie viele junge Leute in dem Alter sind, voller Ehrgeiz, aber noch ohne jedes Ziel, was er in der Stadt anfing, weiß ich nicht.
Waterbury: Ja hat er Sie denn nie besucht.
Grimes: Er schickte mir regelmäßig Geld, Erfolg muß er also gehabt haben, 9 Jahre lang sah ich ihn nicht.
Waterbury: Jajaja, 9 Jahre, das ist wirklich eine recht lange Zeit.
Grimes: Ja, es war für mich nicht leicht, aber noch viel schlimmer war es, als er wieder nach Hause kam, und zwar wegen irgendwelcher Schwierigkeiten.
Waterbury: Oh, er hatte Schwierigkeiten.
Grimes: Ich hatte keine Ahnung, wie groß diese Schwierigkeiten waren, mitten in der Nacht tauchte er plötzlich auf, er sah viel dünner und älter aus als ich es jemals für möglich gehalten hätte, Gepäck hatte er keines bei sich, bis auf einen kleinen schwarzen Koffer.
Waterbury: Ja, ja und.
Grimes: Als ich versuchte, ihm diesen kleinen Koffer aus der Hand zu nehmen, hat er mich fast geschlagen, mich, seine eigene Mutter.
Waterbury: Na, das war aber wirklich sehr unrecht von Ihnen.
Grimes: Ja, Sie haben recht, es war nicht richtig, aber der Junge war wohl sehr verwirrt, ich habe ihn nachher zu Bett gebracht, als wäre er wieder ein ganz kleiner Junge, und dann hat er geweint, die ganze Nacht habe ich ihn weinen gehört.
Waterbury: Ach, der arme arme Junge.
Grimes: Aber er ließ mich nicht zu sich herein, er hatte seine Tür verriegelt, am nächsten Tag schickte er mich aus dem Haus, nur für ein paar Stunden, er hätte irgend etwas vor, sagte er, was es war, verriet er nicht, als ich dann aber gegen Abend heim kam, merkte ich, daß der kleine schwarze Koffer verschwunden war.
Waterbury: Was soll das heißen.
Grimes: Damals wußte ich es noch nicht, aber gar nicht viel später bekam ich es heraus, schrecklich schnell, in der folgenden Nacht kam ein Mann in unser Haus, ich weiß heute noch nicht, wie er überhaupt herein kommen konnte, merken tat ich es erst, als ich in Michels Zimmer Stimmen hörte, ich schlich an die Tür und versuchte zu lauschen.
Waterbury: Was, Sie haben gelauscht, ja und?
Grimes: Ich wollte doch herausfinden, in welchen Schwierigkeiten mein Junge steckte, aber ich hörte nur Stimmen, laute und drohende Stimmen, und dann.
Waterbury: Und dann.
Grimes: Und dann ein Schuß, als ich ins Zimmer kam, stand das Fenster weit offen, der Fremde war verschwunden, und Michel, Michel lag auf dem Boden, er war tot, erschossen, das alles geschah vor 5 Jahren, vor 5 langen Jahren, es dauerte eine ganze Weile, bis ich erfuhr, was passiert war.
Waterbury: Was haben Sie denn herausgekriegt.
Grimes: Die Polizei hat mir die ganze Geschichte erzählt, Michel und der andere Mann hatten ein Verbrechen begangen, ein schweres Verbrechen, viele viele tausend Dollars hatten sie gestohlen, fast eine halbe Million, eine halbe Million, Michel hatte das Geld genommen und war damit weggelaufen, weil er es für sich behalten wollte, er versteckte es irgendwo in diesem Haus, wo, das weiß ich bis heute nicht, dann kam der andere Mann zu meinem Sohn, um seinen Anteil zu fordern, als er feststellte, daß das ganze Geld verschwunden war, brachte er meinen Jungen um, aus Rache.
Waterbury: Und, und Sie haben das Geld nicht gefunden.
Grimes: Nein, Mr. Waterbury, nein, sehen Sie, Mr. Waterbury, deshalb habe ich das Haus zum Verkauf ausgeschrieben und viel zu viel Geld dafür verlangt.
Waterbury: Ja, viel zu viel, wieso, das verstehe ich nicht.
Grimes: Nein, Mr. Waterbury, verstehen Sie wirklich nicht, ich wußte, daß der Mörder meines Sohnes zurückkommen wurde, irgendwann einmal, irgendwann würde er kommen, um sich das Geld zu holen, das viele Geld, das noch immer hier in diesem Haus versteckt sein muß, ich wußte, eines Tages würde ein Mann kommen, um dieses Haus zu kaufen, er würde sich nicht abweisen lassen, auch ein hoher Preis, ein viel zu hoher Preis würde ihn nicht abschrecken, und ich habe recht gehabt, nicht wahr, Mr. Waterbury, 75.000 Dollar sind Ihnen nicht zu viel?
Waterbury: Die Limonade...die...die Limo...
Mr. Waterbury: Günther Ungeheuer
Mrs. Grimes: Annemarie Rocke-Marks
Mr. Hacker: Alfred Balthoff
Sally: Ursula Langrock
Ray
Bradbury,
Ein langer Weg nach Hause
Eingetragen am 02. September 2025
Ray Bradbury: Ein langer Weg nach Hause (NDR/SDR 1989)
Charles: Es war ein langer heißer Tag gewesen, die Rechenmaschinen im Büro hatten gesungen wie Millionen metallischer Grillen, ein schrecklicher Tag, Mr Sternwall hatte mich angebrüllt, ich hätte Sternwill am liebsten umgebracht, eines Tages dachte ich auf dem Nachhauseweg, eines Tages wirst du diesen Mr Sternwill vom 10. Stock aus dem Fenster werfen, mein Herz ratterte wie eine aus dem Tritt geratene kaputte Rechenmaschine als ich endlich vor der Wohnungstür stand, was hatte doch der Doktor gesagt, ihr Herz hat ein bißchen Ruhe nötig, gönnen sie sich einen Urlaub, Urlaub, es war völlig unmöglich mit Lydia über Urlaub zu reden, jedes Mal wenn ich auf mein Herz zu sprechen kam, klappte ihr Mund zu wie eine Falle, nein, hinter der Wohnungstür hörte ich das Radio plärren wie immer und ich wußte, drinnen wartet sie, die Frau die ich einmal geliebt hatte, o mein gott, dieses ewige einerlei, rein in die Straßenbahn, raus aus der Straßenbahn, das Büro, die Arbeit, diese unendlich langweiligen Gespräche mit Lydia über halbgarem Essen, es war zum verrückt werden, manchmal dachte ich sogar daran Lydia umzubringen, die art und weise wie sie allen jüngeren Männern im Haus nachsah mit starren fibrigen Blick als ob sie Spielzeug wären das nur darauf wartete benutzt zu werden.
Travis: Oh hi Mr Guidney, hab gerade ihr Radio in Ordnung gebracht.
Charles: Radio, ich wußte gar nicht daß.
Travis: Ist wieder alles ok, auf wiedersehen, Mr Guidney.
Charles: Ich sah Travis nach, wie er den Flur hinunterging, dann trat ich in die Wohnung, Lydia saß breit hingefläzt auf dem Sofa geschmückt mit ihrer schreienden Rothaarperücke.
Lydia: Du bist aber spät dran.
Charles: Es ist doch erst fünf nach 6.
Lydia: Und morgen ist es 10 nach 6, und am abend drauf zwanzig nach, und es wird später und später und später.
Charles: Mein Herz Lydia.
Lydia: Dein Herz wieder mal dein verdammtes Herz, du bist kerngesund, Charly, das einzige was dir fehlt ist ein bißchen mehr Nachtschlaf.
Charles: Der Doktor sagt aber.
Lydia: Also ich kann zu meinen großen leidwesen nicht erkennen daß du nah daran bist tot umzufallen gott hab mich selig.
Charles: Ach du du willst doch nur ablenken, mich an der Nase rumführen, der junge Radiobursche dieser Travis ist wieder mal zu besuch da gewesen.
Lydia: Mach dich nicht lächerlich, Charli.
Charles: Das war zu viel, ihre Kälte brachte mich auf.
Charles: Kuck mal da eine Maus.
Lydia: Hi, wo.
Charles: Guck doch mal hin.
Lydia: Wo Charli.
Charles: Ihre schreckgeweiteten Augen irrten suchend umher, ich hatte wieder zum alten Trick gegriffen.
Lydia: Dafür zieh ich dir diese Woche 10 Dollar mehr von deinem Gehaltsscheck ab 10 Dollar oder du kochst du dir eine Woche lang dein Abendessen selbst wie letzten Monat.
Charles: Was sollte ich darauf antworten, die Ehe hat uns gemein und kleinlich werden lassen, das hätte ich vielleicht sagen können und komm Lydia wir verschwinden aus Los Angeles laß uns ein neues Leben beginnen, aber ich wußte ja es hatte kein Sinn, Lydia gehörte zu jener Sorte Frauen die einem aus purer Bosheit Sahne in den Kaffee schütten wenn man ihn am liebsten schwarz mag, und das Radio auf Orkanstärke stellen, wenn einem der Schädel brummt, wie hätte ich ihr meine Sehnsucht nach Ruhe, nach Urlaub, eingestehen können, sie hätte gesagt daß wir uns eine Reise um meiner Gesundheit willen gar nicht leisten können, da saß ich schon lieber da und sah mir beim sterben zu.
Lydia: Mach schon die Tür zu und häng deinen speckigen Hut auf.
Charles: Wozu, das nutzt jetzt auch nichts mehr, ich hab nämlich gerade jemand umgebracht.
Lydia: So wie heißt er denn.
Charles: Du scheint mich nicht zu verstehen, ich sagte ich hab gerade jemand umgebracht, umgebracht, abgemurkst, gekillt.
Lydia: Gekillt, wirklich.
Charles: Nun hatte ich die Sache angefangen, jetzt mußte ich sie auch zuende bringen, ein Rückzieher war nicht mehr drin, machs gut, redete ich mir zu, machts gut, gibs ihr, mach weiter.
Charles: Ich hab ihn direkt ins Herz getroffen, ganze Arbeit, ich konnte nicht anders, ich mochte seine Visage nicht, es war einer von diesen Leuten ohne Kinn, ich hab ihm das Herz durchs Rückgrat gepustet, er hat ganz verwundert geguckt.
Lydia: Ach nein.
Charles: Es war beinahe so, als hätte ich wirklich jemand umgebracht, ich stellte mir den Knall vor, das Blut, die Erregung, mein Herz pochte, und Lydia, ihren Mr Trevis und ihr Radio und ihre niederträchtige Grausamkeit hatte sie total vergessen, sie sah mir zu wie einem Roboter dessen Schlüssel sie verloren hatte, eins war mir klar, wenn ich mich jetzt verplapperte, konnte ich himmlischen Beistand brauchen.
Charles: Peng und ab in die Hölle, das hättest du sehen sollen, er knickte über meiner Knarre ein, wie eine Marionette, gott war das aufregend.
Lydia: Charlie.
Charles: Der Einfall kam mir heute morgen im Büro, Mr Sternwall brüllte mich an, und da hab ich mir gedacht, er sollte nicht so laut brüllen, ich kann das nämlich gar nicht leiden, und dann hab ich mir gedacht wozu ist er eigentlich noch auf der Welt, der wird allmählich alt und irgendjemand muß doch mal dafür sorgen daß er aufhört so herumzubrüllen irgendjemand aber wer, auf einmal ist mir dann die Idee gekommen.
Lydia: Du.
Charles: Ja ich, Mr Charles Guidney, der kleine ordentliche feige und blaße Angestellte Charles C. Guidney, Blut überall Blut.
Charles: Lydias Gesicht war wie es in 10 Jahren nicht mehr gewesen war, alle Gemeinheit war in diesem Augenblick aus ihm gewichen, sie war erschüttert, plötzlich war Lügen die schönste Sache der Welt.
Lydia: Aber die Waffe Charly, die Pistole du hast doch gar keine.
Charles: Och nichts einfacher als das, ich hab heute früher feierabend gemacht, auf der Main street kann man sich keine Waffe kaufen ohne Waffenschein, also hab ich mir eine geklaut, ne 22er, als der Händler einen Augenblick nach hinten ging hab sie mir geschnappt, dann ging ich zurück ins Büro und folgte Mr Sternwell die Treppe runter, in einer Seitenstraße hab ich ihn dann kaltgemacht, ja und nun bin ich auf der Flucht, wir müssen aus der Stadt verschwinden, Lydia verreisen.
Lydia: Wir.
Charles: Ja wir beide, natürlich oder.
Charles: Sie gab keine Antwort, wenn sie mich wirklich haßte, würde sie mich jetzt der Polizei übergeben, auf der Stelle, mein gott die Peinlichkeit wenn sie wirklich die Polizei riefe, ich würde in ihrer Gegenwart mit der Wahrheit herausrücken müssen und sie würde keifen und kochen und mich noch mehr hassen.
Lydia: Und was soll ich deiner Meinung nach tun.
Charles: Du meinst du willst mir helfen, du liebst mich noch so sehr daß du mit mir gehst.
Lydia: Was soll ich deiner Meinung nach tun.
Charles: Vielleicht durchschaute sie mich, vielleicht sah sie ganz neue Seiten an mir weil ich genug Fantasie bewiesen hatte mir eine derartige Geschichte auszudenken, vielleicht spielte sie dieses Spiel selbst gerne mit, ich mußte fast lachen.
Lydia: Also Charli, was soll ich deiner Meinung nach tun.
Charles: Ich packe die Koffer, du reservierst Plätze im Nachtbus nach San Diego, wir vergessen die ganze Geschichte in Mexiko 6 Monate lang, das wird toll Lydia.
Lydia: Wie du meinst Charly.
Charles: Und spute dich, viel Zeit haben wir nicht zu verlieren.
Lydia: Natürlich Charlie ich geh ja schon.
Charles: Etwas verblüfft war ich doch, sie liebt mich, sie hilft mir tatsächlich, sie geht mit mir, singend und lachend suchte ich Kleider zusammen und stopfte sie in die Koffer, dann rasierte ich mich, in aller Ruhe, die Rasiercremetube ließ ich absichtlich offen und gab mir auch gar nicht erst Mühe das Waschbecken zu säubern oder das Handtuch gerade aufzuhängen.
Lydia: Hier sind die Fahrkarten.
Charles: Du hast aber lange gebraucht.
Lydia: Tut mir leid.
Charles: Mach das nicht noch mal.
Lydia: Es waren zu viel Leute da.
Charles: Und bloß keine Ausreden.
Lydia: Wirklich ich kann von Glück sagen daß ich überhaupt Karten gekriegt habe.
Charles: Lydia.
Lydia: Der Bus fährt punkt 9.
Charles: Lydia du weißt nicht was das für mich bedeutet, daß du zu mir stehst.
Lydia: Ja Charly, ja.
Charles: Hörst du mein gott sie umstellen das Haus, wo ist mein Mantel, die Koffer, schnell die Hintertreppe runter, und ab durch die Seitenstraße.
Lydia: Der Streifenwagen ist vorbeigefahren Charly.
Charles: Ah so ja dann gehen wir wohl doch besser vorne raus, was ich nehme an es sieht ziemlich eigenartig aus wenn wir durch die Seitenstraße türmen.
Charles: Es ging schneller als ich gedacht hatte, 123 und wir waren unten trotz der schweren Koffer.
Lydia: Mr Kelly.
Kelly: Ah sieh an Mr und Mrs Guidney, schönen Tag auch.
Charles: Tag Officier.
Lydia: Oh bitte bitte Mr Kelly, Charley wollte den Mann doch gar nicht umbringen.
Charles: Was soll das, nimm dich gefälligst zusammen.
Lydia: Er wußte nicht was er tat, bitte bitte erschießen sie ihn nicht.
Kelly: Er wußte nicht was er tat, was denn.
Charles: Nichts Kelly nichts, das verstehen sie nicht.
Lydia: Charly er wird uns erschießen.
Kelly: Jetzt aber mal langsam.
Charles: Geh rein Lydia, geh rein, ist schon gut Lydia, o gott.
Kelly: Wovon reden sie eigentlich.
Lydia: Es ist Mr Sternwall, er war alt und gemein, und jemand mußte ihn mal erschießen und Charly hat es getan.
Charles: Jetzt ist es aber genug, Lydia du gehst rein und wartest bis ich komme.
Kelly: Also Mr Guidney.
Charles: Meine Frau hat es mit den Nerven, verstehen sie, sie sie sie glaubt ich hätte einen Mann erschossen, hab ich aber nicht.
Kelly: So.
Charles: Nein Sir hab ich nicht, war alles nur ein Witz.
Kelly: Nur ein Witz, aha und das hier, natürlich schaffen sie die Klamotten gerade zum trocknen in die Wäscherei rüber.
Charles: Klamotten.
Kelly: In ihren Koffern natürlich und dieses kleine grüne Papier das aus ihrer Tasche guckt, da wär also keine Busfahrkarte nach San Diego.
Charles: Officer ich sag ihnen doch meine Frau bringt alles komplett durcheinander.
Kelly: Darf ich dann vorschlagen, daß sie mich aufklären.
Charles: Rufen sie doch auf dem Revier an, fragen sie doch mal nach, ob in den letzten 3 Stunden irgendwelchen alten Männer getötet wurden.
Kelly: Also so beknackt bin ich nun auch wieder nicht Mr Guidney, vielleicht haben sie die sterblichen Überreste versteckt.
Charles: Also bitte Kelly sehe ich denn wie ein Verbrecher aus, kommen sie mal her.
Kelly: Aha.
Charles: Verstehen sie jetzt, wenn sie herauskriegt, daß alles ein ausgemachter Schwindel ist, trag ich den Kopf nie wieder oben, die zieht mir bei lebendigem Leib die Haut ab.
Kelly: Das ist natürlich eine andere Sache, aber keine Angst, ich werde ich Katze schon nicht aus dem Sack lassen.
Charles: Danke Kelly.
Kelly: Ich weiß genau wie ihnen zu mute ist, also meine Frau manchmal, naja, ich hoffe es macht ihnen nichts aus Mr Guidney, wenn ich trotzdem mal anrufe.
Charles: Na klar doch klar.
Kelly: Nur ne Frage, liegt was besonderes vor.
Charles: Was ist.
Kelly: Was, ein Mord natürlich, ja, was, wirklich, tatsächlich.
Charles: Na was ist denn nun Kelly.
Kelly: Ach hat er.
Charles: Es ist doch nichts oder.
Kelly: Ja wenn das so ist, mach ich.
Charles: Was denn Kelly.
Kelly: Er steht direkt neben mir, ok.
Charles: Nein Kelly nein, sehen sie mich nicht so an.
Kelly: Oh doch Mr Guidney, ich verhafte sie hiermit wegen Mordes an einem gewissen John Pastor, der vor einer halben Stunde an einer Schußwunde verblutend aufgefunden worden ist, erschossen mit einer 22 Pistole in einer Toreinfahrt, hinter ein paar Kehrrichtkübeln drüben in der Tempelstreet, das ist gerade mal 8 Ecken von hier, nah genug also um mich an, verdammt.
Charles: Was blieb mir anderes übrig, ich trat Mr Kelly genau in dem moment vors Schienbein als er die Handschellen hervorholte, dann gab ich ihm noch eins mit der Faust, Kelly blieb regungslos liegen, dann rannte ich zurück über die straße ins haus.
Lydia: Charly, wir können nicht entkommen, wir schaffen es nie.
Charles: Glaubst du.
Lydia: Wir waren verrückt es zu versuchen.
Charles: Jetzt ist alles ganz anders, warte auch mich Lydia, ich bin gleich zurück.
Lydia: Und die Busfahrkarten.
Charles: Die brauchen wir jetzt nicht mehr, bis nachher Lydia.
Lydia: Wo gehst du hin.
Charles: Ich weiß es nicht.
Lydia: Charly komm zurück, Charly.
Charles: Ein leben lang sture Mittelmäßigkeit, und nun auf einmal bum krach peng Jack the Ripper, die kalte Hand des Schicksals, ich blickte mich um, hier war es also passiert, vor einer halben Stunde, in diesem schäbigen Einkaufsviertel, in dem Lydia und ich oft einen Bummel gemacht hatten, Schnapsläden, Waffenläden, kleine Cafes, leere Parkplätze und dunkle Seitenstraßen, betrunkene Männer die ziellos umher torkelten du Narr sagte ich mir, die Bullen werden dir deine Geschichte jetzt auf keinen Fall mehr abkaufen, wie willst du die Busfahrkarten erklären, die gepackten Koffer, deine Flucht, die meisten Läden hatten ihre Schutzgitter schon geschlossen, nur ein paar Geschäfte hatten noch Licht.
Charles: Ich hörte hier solls ein bißchen Ärger gegeben haben.
Mann: Ja da drüben in der Seitenstraße.
Charles: Ein alter Mann, was, wer war er, wer hat ihn denn umgebracht.
Mann: Ich weiß nicht, ein oller Penner, was geht mich das an.
Charles: Haben sie irgendwas gesehen.
Mann: Ne, nichts hab bloß blaue Hemden und Sheriffsterne gesehen und Sirenen gehört.
Charles: Ich ging weiter und dachte angestrengt nach, du suchst einen alten Mann den du nie zuvor gesehen hast und den der ihn umgebracht hat, du mußt den wahren Mörder finden, bei einer Bevölkerung von anderthalb Millionen kann das doch kein Kunststück sein, mir war danach die Leute die mir entgegen kamen anzuhalten ihnen ins Gesicht zu sehen und sie zu fragen, haben sie etwa zufällig vor einer Stunde jemand umgebracht, nein na dann besten dank auch und den nächsten, Mister sind sie ein Mörder, ich ging in jeden Laden der noch offen war, aber niemand hatte was gesehen.
Verkäufer: Der tote, Jonny, nein, hat ne menge gesoffen, hat die ganze Zeit hier in den Einfahrten rumgelungert, hat da nachts auch geschlafen aber Grund den kalt zu machen hatte keiner hatte doch kein bißchen Geld, sagen sie haben sie ihn gekannt.
Charles: Ich, ich bin sehr nah mit ihm verwandt.
Verkäufer: Achso.
Charles: Da hatte ich mir ja was schönes eingebrockt, während ich nur so auf dem Nachhauseweg mit dem Gedanken gespielt hatte, Mr Sternwill, meinen Boß umzubringen, hatte ich meinem eigenen geregelten arbeitsamen Leben eine unvorhersehbare Wendung ins Chaos gegeben, dabei hatte ich doch niemand umgebracht, ich ärgerte mich über meine Schnapps-idee, ja nun du Schlauberger, sagte ich mir, wenn du nicht der Mörder bist, wer ist es dann.
Charles: Mr hat ihnen jemand heute ne Waffe abgekauft, ne 22.
Händler: Sie machen wohl nen Witz.
Charles: Ich meine es ernst.
Händler: Gehen sie mir doch nicht mit sowas auf den Geist, die Leute kaufen sich doch nicht jeden Tag eine Waffe, außerdem man braucht einen Waffenschein.
Charles: Vielleicht hat jemand darum gebeten, ihre Waffen ansehen zu dürfen, und wenns nur einer ist.
Händler: Ein Kunde oder zwei, ich weiß nicht mehr so genau.
Charles: Vermissen sie vielleicht eine Waffe.
Händler: Nein wieso denn, überhaupt nicht.
Charles: Allmählich wurde ich müde, immer die gleiche Antwort.
Charles: Vermissen sie vielleicht eine Waffe Mr.
Händler: Warten sie mal einen Moment, glaube nicht, aber 123456, nur 8, es müssen doch 9 sein, 1234 verdammt eine fehlt, eine 22er.
Charles: Erinnern sie sich noch, wer sie sich heute angesehen hat.
Händler: Klar doch sicher, nur eine Person, konnte die Waffe nicht kaufen, hatte keine Erlaubnis, ich bin dort hinten in den kleinen Raum gegangen und als ich wieder rauskam war niemand mehr da, muß die Waffe gebraucht haben, hat sie einfach geklaut.
Charles: Können sie die Person beschreiben.
Händler: Natürlich, natürlich kann ich das.
Charles: Und der Ladenbesitzer verbreitete sich in größter Ausführlichkeit über die Besonderheiten jener Person, die für das Verschwinden der Pistole verantwortlich war, ich weiß nicht, was plötzlich mit mir loswar, die Knie gaben unter mir nach, der Laden um mich herum löste sich auf, erst nach einiger Zeit gelang es mir, den Händler wieder klar ins Auge zu fassen.
Charles: Ein Mörder könnte also ihre Waffe stehlen, jemanden ein paar Ecken weiter erschießen und die Waffe zurückbringen, bevor sie merken, daß sie fehlt oder.
Händler: Sicher sicher ich nehm sie fast an, aber sie ist ja nicht zurück gebracht worden, ist immer noch weg.
Charles: Auf diese Weise könnte also jemand an eine Waffe kommen und sie benutzen, die Polizei würde sie nie und nimmer aufspüren, und der Waffenhändler würde ebenfalls nie und nimmer Verdacht schöpfen, die Polizei würde nicht auf den Gedanken kommen, Waffen zu überprüfen, die sie schon jahrelang hier haben, sie würde wahrscheinlich fragen, ob eine fehlt, oder ob sie irgendeine 22er verkauft haben, aber das wäre auch alles nicht wahr.
Händler: Ja ja vielleicht möglich wäre es ja fast.
Charles: Völlig erledigt machte ich mich auf den Heimweg, unterwegs fiel mir ein kleiner Laden auf, dessen Lichter noch an waren und in seinem Schaufenster befand sie etwas bestimmtes, Waffen für die man keine Lizenz benötigte, ich ging hinein, legte etwa Geld auf den Kassentisch und als ich wieder herauskam liebkoste meine Hand in der rechten Manteltasche eine Pistole.
Kelly: Ah das sind sie ja wieder.
Charles: Ich nehme an, sie kriegen ihren Mörder noch heute abend Kelly.
Kelly: Ein Glück für sie Freundchen daß sie aus eigenem Entschluß zurückgekommen sind, noch einmal entkommen sie mir nicht.
Charles: Darf ich mich zuerst noch von meiner Frau verabschieden.
Kelly: Naja meinetwegen, ich denke ich kann sie adieu sagen lassen.
Charles: Könnten sie draußen warten Kelly.
Kelly: Gut, Mr Guidney.
Lydia: Ach Charly, gut daß dir nichts passiert ist, ich hatte schon Angst, sie hätten dich erschossen.
Charles: Beinahe hätten sies und sie tuns vielleicht auch noch.
Lydia: Wir kommen bestimmt nicht davon, oh Charly warum hast du es nur getan.
Charles: Ich habs gar nicht getan.
Lydia: Was.
Charles: Ich habe gelogen, hast du denn nicht gemerkt daß ich von anfang an gelogen habe.
Lydia: Ich wieso nein nein hab ich nicht.
Charles: Und ist dir da nicht ein toller Einfall gekommen, meine teure Gattin.
Lydia: Ich verstehe nicht Charly.
Charles: Ich hab dich losgeschickt, Fahrkarten besorgen, du mußtest nur in diesem Laden vorbeischauen, der auch Waffen führt, nach einem bestimmten Artikel fragen, so daß der Besitzer für einen Augenblick den Raum verlassen mußte, die Waffe stehlen, die Tempelstreet entlanglaufen, einen von den dutzenden Säufern und Pennern aussuchen die dort in den Eingängen schlafen, den Mann erschießen, zum Busbahnhof weitergehen, die Fahrkarten kaufen und wieder heimkommen.
Lydia: Was redest du da.
Charles: Als du dann den Polizisten gesehen hast, hast du einen hysterischen Anfall vorgetäuscht, um mich ans Messer zu liefern, ein guter Plan, du hattest nur nicht bedacht, daß ich entkommen und mich bei den Waffenhändlern umtuen könnte, du hattest wahrscheinlich die Absicht, die Waffe morgen zurückzubringen, deine Aussage gegen mich wäre vernichtend gewesen, ich sei heimgekommen, hättest du gesagt und hätte dir erzählt, ich hätte jemanden umgebracht, du hast gehofft daß mich die Polizei bei der Festnahme vielleicht sogar erschießt, die Busfahrkarten, unsere gepackten Koffer, meine Vorgesetzten, die von nichts wußten, unsere Freunde, denen unsere Reisepläne nicht bekannt waren, all das wären verdammt gute Beweise gegen mich gewesen.
Lydia: Du fantasierst.
Charles: Ich auf Jahre im Gefängnis, womöglich sogar hingerichtet und du frei, frei mit deinen Busfahrkarten hinzufahren wo immer du willst, natürlich in Begleitung deines Freundes Travis, keine Langeweile mehr, was Lydia.
Lydia: Du bist verrückt, verrückt, total übergeschnappt.
Charles: Tut mir leid daß es so ausgegangen ist, wir hätten glücklich sein können, hätten noch mal von vorne anfangen können, selbst wenn dir klar war, daß ich dir das mit dem Mord nur vorgelogen hatte, du hättest mitspielen sollen, es wäre schön gewesen, aufregend, hast du mich all die Jahre so sehr gehaßt.
Lydia: Du bist ja wahnsinnig.
Charles: Dann Lydia komm her, dann sieh dir doch erstmal das hier an.
Lydia: Nein Charly.
Charles: Scharf geladen, so scharf wie deine 22er.
Lydia: Du willst.
Charles: Es ist aus Lydia.
Lydia: Charlie.
Charles: Aus, endgültig aus.
Lydia: Ja Charly, ja ich habs getan, ich habs getan, ich hab ihn umgebracht, aber nimm das Ding weg, nimm es weg bitte bitte.
Kelly: Ok Mr Guidney, lassen sie ihre Frau in ruhe, ab jetzt kümmere ich mich um sie, geben sie ihre Waffe her.
Charles: Ist nichts wert Kelly, nur eine Spielzeugpistole.
Lydia: Du Schwein, du Miststück.
Kelly: Ruhig Mrs. Guidney, ganz ruhig.
Charles: Balduin Baas
Travis: Adolphos Sowah
Lydia: Evelyn Hamann
Kelly: Franz-Josef Steffens
Mann: Douglas Welbat
Verkäufer: Hans Irle
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2. Händler: Gerlach Fiedler
RaminDHet
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